Im Namen des Vaters

Cruel Habitations

Im Namen des Vaters

Autor Kate Charles Genre Krimi
Verlag Marion von Schröder
ISBN 3-547-71002-2
Übersetzung Katja Henkel Erscheinungsdatum (D) 2002   
Erschienen 2000  Seiten 459

Inhalt

Als Chris Lilburn eine Stelle als Geschichtslehrer an der Klosterschule von Quire Close bekommt, ziehen er und seine Frau Sophie in die malerische Kirchensiedlung. Nach ihrem Leben in London erscheint ihnen die ländliche Stille genau das Richtige zu sein, um doch endlich noch ein Kind zu bekommen.
Chris fügt sich sehr schnell in die verschworene, kleine Gemeinschaft ein, wohingegen Sophie ihre neuen Nachbarn sofort suspekt sind – auf den ersten Blick erkennt sie, dass die vorgebliche christliche Nächstenliebe hier mehr Schein als Sein ist.

Durch Zufall erfährt sie, dass in Quire Close vor elf Jahren ein junges Mädchen ermordet wurde, dessen Identität bis heute ein Rätsel ist.
Als Sophie daraufhin beginnt, Nachforschungen anzustellen, wird klar, dass sie sich damit in höchste Gefahr begibt, denn der Mörder des jungen Mädchens ist noch immer auf freiem Fuß und durchaus nicht gewillt, nach so vielen Jahren überführt zu werden.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Gut ausgedacht und klug geschrieben – mit „Im Namen des Vaters“ präsentiert Autorin Kate Charles eine Geschichte, die überzeugt. Hier wird von ganz normalen Menschen erzählt, hinter deren bürgerlichen und soliden Fassaden sich der eine oder andere Abgrund auftut. In bester Agatha Christie-Manier baut Kate Charles eine völlig schlüssige Handlung auf – nicht reißerisch, ohne "Sex and Crime" – und trotzdem ein Krimi, der fesselt.

Auch in der Zeichnung ihrer Figuren kann die Autorin durchweg überzeugen. Hier erleben Menschen wie du und ich eine zutiefst verstörende Geschichte, auf die jeder von ihnen seine eigene Antwort hat. Auch wenn „Im Namen des Vaters“ über die eine oder andere Länge verfügt und eine nicht unbedingt innovative Geschichte zu bieten hat, ist dieser Kriminalroman doch handwerklich durch und durch solide und stimmig erzählt. Kate Charles präsentiert ihren Lesern gute Krimikost mit hohem Spannungsgehalt.

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