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Kommende Buchkritiken
Anubis
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Autor
Wolfgang Hohlbein
Genre Fantasy
Verlag Lübbe ISBN 3-7857-2178-1 Erscheinungsdatum (D) 2005 Seiten 763 |
Inhalt
Mogens van Andt ist Professor für Archäologie an einem drittklassigen College in einem kleinen Ort in Massachusetts. Eines Tages erhält er Besuch von seinem alten Studienkollegen Jonathan Graves, mit dem ihn ein dunkles Geheimnis verbindet. Dieser macht ihm ein verlockendes Angebot, das sich nicht so leicht ausschlagen lässt: Er bietet Mogens van Andt die Mitarbeit an einer Ausgrabung an. Es geht um die größte archäologische Entdeckung auf dem nordamerikanischen Kontinent, einem unterirdischen Tempel in Kalifornien - einem Tempel, den es dort gar nicht geben dürfte...
Buchkritik von Karolin Kullmann
“Anubis”, der Titel des Romans, ist angelehnt an den Namen eines Gottes der alten Ägypter. Da ist es nur natürlich, dass Ägypten-Interessierte zu diesem hohlbeinschen Werk greifen. Doch wenn man sich in der antiken Mythologie ein wenig auskennt und sich voller Vorfreude in dieses Buch vertiefen will, wird man gründlich enttäuscht werden: Der Roman beginnt ohne Spannung und Hohlbein schafft es auch bis zum Schluss nicht, diese aufzubauen. Dadurch wirkt die gesamte Geschichte langatmig und es fällt schwer, das Buch aufmerksam bis zum Ende zu lesen. Gestützt auf fantastische Elemente, Gruselpassagen und Machtspielchen meint Wolfgang Hohlbein, seinen Lesern eine gelungene Geschichte vorsetzen zu können. Doch gepaart mit einer flachen Story und unausgereiften Ideen reicht dies nicht für eine unterhaltsame Lektüre. Die Geschichte ist sehr fantasievoll, was hier als Nachteil zu werten ist, sind doch sinnlose Passagen aneinandergereiht und lassen dem Leser keine Zeit, Verständnis für solch verworrene Ideen aufbringen zu lassen. Solchermaßen übersteigert wirkt die Geschichte extrem unglaubwürdig.
Der Titel „Anubis“ verspricht also mehr, als der Inhalt des Buches letztlich zu erfüllen vermag und befriedigt die Erwartungen des Lesers nicht im Geringsten.
