Die Klinge des Schicksals

Autor: Markus Heitz
Genre: Fantasy
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-65448-4
Erscheinungsdatum (D) 01.03.18 Seiten 576

Die Klinge des Schicksals

Inhalt

Seit vor 150 Jahren der Wald in Yarkin begonnen hat, sich unaufhaltsam auszubreiten, sind die Menschen immer weniger geworden. Die letzten Überlebenden wurden auf eine Halbinsel zurückgedrängt. Immer wieder hat man Expeditionen ausgesandt, um ein Mittel gegen das Vordringen der Bäume zu finden – keine kehrte zurück. Bis die legendäre Kriegerin Danèstra, die Klinge des Schicksals, auf Kalenia trifft, die eine schier unglaubliche Geschichte erzählt: von einer Siedlung im Wald und einem grausamen Überfall, der das wahre Böse offenbart habe; und von einer Verschwörung unter den Menschen, die nur sie, Kalenia, aufdecken könne. Sie bittet die Kriegerin um Hilfe - und die Klinge des Schickals stimmt zu...

Buchkritik von Thomas  Ays

Seit Herbst 2016 ist Markus Heitz nun exklusiv bei Knaur unter Vertrag und springt nicht mehr wie wild zwischen Verlagen, wie Heyne und Piper, hin und her. Das birgt, wie es scheint, einen entscheidenden Vorteil: Es schlägt sich in Qualität und Intensität seiner Geschichten nieder. Während wir "Des Teufels Gebetbuch" nicht mehr zur Seite legen konnten, erging uns dies mit "Die Klinge des Schicksals" ebenso. Markus Heitz schickt darin eine ungewöhnliche, eine gealterte Heldin ins Rennen um ein Land im Würgegriff der Natur. Sie soll es richten und die Menschen vor dem Untergang retten. Dabei kommen wie gewohnt die üblichen Heitz-Mittelchen ins Spiel: Viele Figuren, etliche Handlungsstränge, Tote noch und nöcher... Es ist alles beim Alten wie es scheint und doch ist es neu, frisch und aus einem Guss. Heitz, der wie immer sicher seine Fäden in der Hand hält und weiß, was er tut, webt in seiner Geschichte die Schicksale der Hauptfigur Danèstra und deren Sohn Mabian ebenso fesselnd und faszinierend hinein, wie die des Zauberer-Knechts Quent, dem der Autor so einige halsbrecherische Abenteuer zumutet. Diese drei sind das Herzstück der Geschichte, und ihnen folgt man ab dem ersten Moment, in dem sie erstmals auftreten gleichermaßen. Eine herausragende Leistung und gleichzeitig eine, die Heitz scheinbar mühelos gelingt – immer wieder. Hinzu gesellen sich einige farbenfrohe Krieger und eine unvorhersehbare und spannende Handlung, die gerade gegen Schluss an Spannung kaum zu überbieten ist.

"Die Klinge des Schicksals" ist laut dem Autor auf einen Band angelegt. Zugegeben, das will im Fall von Markus Heitz nichts heißen, und genau deswegen wünschen wir uns ein zweites Abenteuer, auch, wenn wir wissen, dass er bestimmt bereits in andere, neue Welten abgetaucht ist. Wünschen (und hoffen!) muss erlaubt sein.

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