Basar der bösen Träume

Autor: Stephen King
Genre: Kurzgeschichten
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-27023-7
Erscheinungsdatum (D) 18.01.16 Erschienen 2015
Seiten 814
Übersetzung Wulf Bergner, Ulrich Blumenbach, Jürgen Bürger, Jan Buss, Karl-Heinz Ebnet, Gisbert Haefs, Julian Naefs, Urban Hofstetter, Bernhard Kleinschmidt, Kristof Kurz, Gunnar Kwisinski, Jürgen Langowski, Johann Christoph Maass, Friedrich Mader, Jakob Schmidt

Basar der bösen Träume The Bazaar of Bad Dreams

Inhalt

Abermals legt Stephen King, u. a. Träger des renommierten »O.-Henry-Preises«, eine umfassende und vielseitige Kurzgeschichtensammlung vor. Von den insgesamt 21 Storys wurden bislang erst drei auf Deutsch veröffentlicht. Die Originale erschienen teilweise in Zeitschriften; andere sind bislang gänzlich unveröffentlicht.

Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder, wie er selbst in seinem Basar der bösen Träume ausruft: "Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für Sie geschrieben. Aber seien Sie vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu." (Heyne)

Buchkritik von Thomas  Ays

Nun, es ist altbekannt, dass Stephen King im Laufe seiner langen Karriere so einige Bestseller zu Papier brachte. Es ist ebenfalls bekannt, dass der amerikanische Autor Generationen begeisterte und unterschiedlichen Lesebegeisterten so manch intensive "Stephen-King-Phase" bescherte. Darüber müssen wir nicht sprechen. In "Basar der bösen Träume" finden sich nun einige Kurzgeschichten - 21 an der Zahl -, über die wir sprechen müssen. Im Falle von Stephen King handelt es sich nämlich nicht einfach nur um kurze Geschichten, sondern um Ideen, die in solche verwandelt wurden. Eben solche Gedankenblitze, die es nie zu einem "richtigen" Roman geschafft haben. Da der Name zieht, lohnt es sich eben, auch solche Bücher auf den Markt zu werfen. Dabei ist das keinesfalls vergeudete Zeit oder verschwendetes Geld, sich "Basar der bösen Träume" zu widmen. Dennoch faszinieren sie die meiste Zeit eben nicht so sehr, wie ein Roman des Autors das im Normalfall tun würde.
Zwei Geschichten jedoch beeindrucken nachhaltig. In "Böser kleiner Junge" schickt der Autor mal wieder ein Kind, um uns Gänsehaut zu bescheren und liefert nicht nur eine 60seitige Höllenfahrt, sondern lässt den Leser auch nach dessen Ende lange nicht aus seinen Fängen. Ebenfalls herausragend ist die Kurzgeschichte "Moral", in der King wieder all sein Können in eine Geschichte fließen lässt, die nicht nur überraschend, sondern auch echt und nachhaltig beeindruckend geraten ist. Es ist schade, dass das nicht bei allen in diesem über 800 Seiten starken Gesamtwerk der Fall ist. Man folgt den Geschichten ohne zu zögern - das ist eben Stephen King - aber besonders, oder gar nachwirkend ist "Basar der bösen Träume" nicht geraten.

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