Ostfriesenfluch

Autor: Klaus-Peter Wolf
Genre: Krimi
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3596036349
Erscheinungsdatum (D) 08.02.18 Seiten 512

Ostfriesenfluch

Inhalt

Erneut schlägt in Ostfriesland das Verbrechen zu: Die Leiche einer bis dahin als vermisst gemeldeten Frau wird in einem Rapsfeld nahe dem Deich aufgefunden, gleich daneben ein toter Tourist. Beide wurden erschossen. Für die entführte Frau wurde nie eine Lösegeldforderung gestellt, lediglich ein Paket mit ihren Kleidern wurde an einen Bekannten geschickt. Ob der tote Tourist ein Zufallsopfer ist oder zu dem Geschehen gehört, ist vorerst ebenso unklar.
Ann Kathrin und ihre Kollegen haben somit ein hartes Stück Arbeit vor sich. Weller – Ann Kathrins Ehemann – hatte eine besondere Überraschung für den bevorstehenden Geburtstag seiner Frau geplant und sich so darauf gefreut. Aber jetzt sieht es so aus, als werde daraus nichts. Mal wieder muss das Private hintenangestellt werden, denn der Mörder bleibt auch weiterhin nicht untätig. Wird es hier einen Serientäter geben? Und wird Ann Kathrin wieder einmal ihren außergewöhnlichen Spürsinn einsetzen können?
Fürs Erste jedoch tappen alle im Dunkeln, bis dann doch recht plötzlich ein Verdächtiger gefunden wird, der sich auch noch entsprechend verhält. Doch Ann Kathrin ahnt, dass das nicht alles war. Mal wieder behält sie recht, und was gerade noch nach einem schnellen Ende der Ermittlungen ausgesehen hatte, entwickelt sich zu einem immer undurchsichtiger werdenden Fall, der die Ermittler einmal mehr an ihre Grenzen bringt …

Buchkritik von Angelika  Koch

Der zwölfte Ostfriesenkrimi des Autors Klaus-Peter Wolf wartet mit einem fulminanten Beginn und einer verstörenden Geschichte auf, die der Autor im weiteren Verlauf vorerst gut zu erzählen weiß und geschickt präsentiert. Genauso wie die Ermittler tappt auch der Leser völlig im Dunkeln und verdächtigt einen nach dem anderen, nur eben nicht den Richtigen. Das Ermittlerteam ist nun so vertraut, dass es fast schon zum Leben erwacht, beinahe sieht man sich inmitten der illustren Runde. Diese Vertrautheit erhöht die Spannung, eine Spannung, die der Autor ein ums andere Mal herzustellen weiß. Immer wieder aufs Neue. Zuverlässig und ohne Schnickschnack. Klaus-Peter Wolf kommt dabei auf Ideen, die neu sind, der Autor hat genug Fantasie, um nicht auf irgendwelche Muster zurückgreifen zu müssen. Auch in "Ostfriesenfluch“ bleibt lange Zeit völlig unklar, worauf die Geschichte hinauslaufen wird.
All das zusammengenommen ergibt ein gutes Buch; eines, das man sich gerne an einem trüben Sonntag mit einer schönen Tasse Tee zu Gemüte führt. Über diese Grenze kommt es jedoch nicht hinaus. Es ist kein Reißer, kein Hammerbuch, keines, das den Leser komplett in Atem hält. Das letzte Drittel ist letztendlich sogar der Schwachpunkt des Buches, liefert es doch nicht das, was man nach all dem Spannungsaufbau erwartet hätte. Das Finale wirkt phasenweise fast so platt wie Ostfriesland selbst. Da ist dem Autor wohl ein bisschen die Puste ausgegangen. Dennoch, die Fangemeinde wird Ann Kathrin und ihrem Team sicherlich weiterhin treu bleiben.

Ann-Kathrin Klaasen, Frank Weller und ihr Team ermitteln in folgenden Fällen:
Ostfriesenkiller
Ostfriesenblut
Ostfriesengrab
Ostfriesensünde
Ostfriesenfalle
Ostfriesenangst
Ostfriesenmoor
Ostfriesenfeuer
Ostfriesenwut
Ostfriesenschwur
Ostfriesentod
Ostfriesenfluch

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