Origin

Autor: Dan Brown
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3-431-03999-3
Erscheinungsdatum (D) 04.10.17 Erschienen 2017
Seiten 672
Übersetzung Axel Merz

Origin

Inhalt

„Woher kommen wir?“ - „Wohin gehen wir?“. Diese beide elementaren Fragen beschäftigen die Menschheit seit jeher wohl am meisten. Der Zukunftsforscher und Milliardär Edmond Kirsch will diese Fragen beantworten. Und wie es seinem Charakter entspricht, macht er daraus eine Lifeshow erster Klasse, die weltweit übertragen werden soll. Zuvor jedoch macht sich der bekennende Atheist auf den Weg, um drei der bedeutendsten Kirchenmänner vorzulegen, was er entdeckt hat. Anfängliche Skepsis weicht blankem Entsetzen. Denn diese Männer des Glaubens sind sich sicher, dass die Verbreitung der Erkenntnisse Kirschs für die Menschheit verheerende Auswirkungen haben wird.
Robert Langdon wiederum ist zur Präsentation eingeladen, denn mit Kirsch verbindet ihn eine alte und tiefe Freundschaft, die noch aus den Zeiten stammt, als Kirsch ein Schüler des Universitätsprofessors war. Langdon ist – wie alle anderen ausgesuchten Gäste – voller Spannung und erwartet eine Sensation. Doch noch bevor Kirsch dazu kommt, den Kern seiner Entdeckung kundzutun, wird er erschossen.
Langdon erkennt schnell, dass Kirsch Gegner auf den Plan gerufen hat, die mit allen Mitteln versuchen werden, das Wissen, das Kirsch mit einem ausgesuchten Password verschlüsselt hat, zu vernichten. Und da Langdon das zweifelhafte Vergnügen hat, an Kirschs Stelle zu treten, befindet er sich somit ab sofort in Lebensgefahr …

Buchkritik von Angelika  Koch

Erfreulicherweise muss Langdon dieses Mal nicht die ganze Welt retten. Selbst Dan Brown ist wohl aufgefallen, dass das nun langsam zu viel des Guten wäre. Dennoch ist die Aufgabe, die er zu lösen hat, nicht minder anspruchsvoll und schwierig wie sonst auch. In welche Geschichten der Universitätsprofessor aber auch immer gerät! Und natürlich weiß er auch in diesem Plot eine Menge, eigentlich fast alles. Und natürlich wird ihm auch dieses Mal wieder an der richtigen Stelle das Richtige einfallen und wenn nicht, wird auch wieder jemand da sein, der diese Lücke füllt. Dan Brown scheut auch nicht davor zurück, eine künstliche Intelligenz als omnipotenten Helfer einzusetzen. Damit wären auch die üblichen Schwachpunkte der Geschichten des Autors genannt.
Dennoch hechelt der Leser atemlos durch dieses Buch, denn Brown versteht es sehr wohl, Spannung zu erzeugen, Fragen offen zu lassen, Cliffhanger zu schaffen und den Leser so lange im Nebel herumstochern zu lassen, bis das Buch fast am Ende ist. Zweifelsohne macht das Lesen Spaß. Und natürlich, wie sollte es auch anders sein, erhofft man sich, endlich – als Leser dieses Buches – zum Kreis derer zu gehören, die die Fragen nach dem Woher und Wohin nun beantwortet bekommen. Leider fällt die Auflösung jedoch ein bisschen fade aus. Da hätte man sich doch mehr erwartet. Aber – mal ehrlich – woher sollte Dan Brown auch diese Antworten wissen? Da muss man schon realistisch bleiben.
Unterm Strich hatte man sein Lesevergnügen, hat auch hier wieder eine Menge dazugelernt und sich über die unglaublichen Kenntnisse des Autors gewundert, bleibt aber dennoch mit einem kleinen Seufzer der Enttäuschung zurück.

Die Reihe mit Robert Langdon umfasst folgende Titel:

Illuminati
Sakrileg
Das verlorene Symbol
Inferno
Origin

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