Das Mädchen im Eis

Autor: Robert Bryndza
Genre: Krimi
Verlag: Penguin
ISBN: 978-3-328-10097-3
Erscheinungsdatum (D) 11.09.17 Erschienen 2016
Seiten 432
Übersetzung Charlotte Breuer, Marion Matheis und Norbert Möllemann

Das Mädchen im Eis The Girl in The Ice

Inhalt

Detective Erika Foster kehrt so langsam in ihr Leben zurück. Nach einem verheerenden Einsatz, der unter anderem das Leben ihres eigenen Mannes kostete, bekommt sie wieder einen Fall, der ihre ganze Konzentration fordert. Auch wenn sie sich noch sehr zusammenreißen muss, so ist dieser Fall für sie auch die Möglichkeit, sich von ihren eigenen Schuldgefühlen und Ängsten abzulenken.
Der Mord an der Tochter einer mächtigen Londoner Familie hält die Bevölkerung und die Presse in Atem. Umso größer ist der Druck auf die Polizei, möglichst schnell einen Schuldigen oder zumindest einen Verdächtigen zu liefern. Erika ist bekannt für ihre überaus guten ermittlerischen Fähigkeiten, und die Erwartungen an sie sind groß. Doch sie muss sich nicht nur mit einem völlig neuen Team auseinandersetzen, sondern auch mit schwierigen Vorgesetzten, hasserfüllten Kollegen und einer überaus hochnäsigen Familie, die ihr bei den Ermittlungen eher Steine in den Weg legt, als ihr zu helfen.
Als dann von anderer Seite ein scheinbar Schuldiger gefunden wird, scheint Erikas Arbeit abrupt beendet. Doch sie lässt sich nicht beirren. Sie glaubt nicht an diesen Lösungsansatz. Und da es noch andere aus ihrem neuen Team gibt, die ihre Meinung teilen, ermittelt Erika mit unkonventionellen Methoden weiter. Auch wenn sie kurz davor ist, ihre neu aufgebaute Reputation zu verlieren, gibt sie nicht auf. Aber dann gerät sie selbst in das Fadenkreuz des Mörders ….

Buchkritik von Angelika  Koch

Mit „Das Mädchen im Eis“ stellt Robert Bryndza seine Ermittlerin, Erika Foster, vor. Das Buch ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe. Obgleich das Profil der Erika Foster nicht wirklich neu ist, so ist es dennoch so authentisch und glaubwürdig, dass man mit ihr sofort jeden Weg gehen will. Ihr Charakter ist so herrlich unkonventionell und geradeheraus, ihre Ermittlungsmethoden glaubwürdig und frisch. Auch wenn die Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit immer wieder auftauchen, so dominieren und beeinträchtigen sie aber die Geschichte selbst nicht. Ihr neues Ermittlerteam besteht ebenso aus außergewöhnlichen Charakteren, die den Plot bereichern, genauso wie viele Nebendarsteller. Die kalte Winterstimmung Londons, die Tristesse der Straßen, die Undurchschaubarkeit der Charaktere spiegeln sich wunderbar wider in der Handlung und Verworrenheit des Buches.
Selten ist bei einem Debüt bereits alles so stimmig und ausgefeilt. Bryndza punktet in allen Bereichen: von der Handlung, über die Protagonisten bis hin zur Auflösung des Falles. Er schafft es, die Spannung bis zum Schluss zu halten, übersieht kein Detail und überrascht am Ende bei der Auflösung. Von dieser Ermittlerin möchte man gerne wieder lesen und ist schon gespannt auf den nächsten Fall.

In "Das Mädchen im Eis" ermittelt Detective Erika Foster zum ersten Mal.

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