Die Magie der Lüge

Autor: Nicole Gozdek
Genre: Fantasy
Verlag: ivi
ISBN: 978-3-492-70438-0
Erscheinungsdatum (D) 01.09.17 Seiten 336

Die Magie der Lüge

Inhalt

Anderta Passario ist mit ihrem Leben glücklich. Tagsüber fasziniert sie die Menschen als geheimnisvolle Wahrsagerin. Nachts sind sie und ihr Partner Londurs als trickreiche Diebe unterwegs. Doch dann wacht Anderta eines Morgens auf, und alles ist anders. Die komplette Wirklichkeit scheint sich verändert zu haben, und sie ist scheinbar die einzige, die sich an die Vergangenheit erinnern kann. Oder ist sie verrückt geworden und all ihre Erinnerungen Lügen? Verzweifelt versucht Anderta alles, um ihr altes Leben von dem Magier zurück zu bekommen, der in ihren Augen die Schuld daran trägt: Tirasan Passario. Und sie schreckt dabei auch vor drastischen Maßnahmen nicht zurück. Dabei ist Tirasan mit den Entwicklungen auch nicht unbedingt glücklich, haben sie ihn doch die Liebe seines Freundes Rustan gekostet und seine Beziehung zu ihm damit noch verwirrender gemacht. Doch lässt sich die Wirklichkeit noch einmal verändern?

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Mit „Die Magie der Lüge“ reist die Autorin Nicole Gozdek erneut in ihre Welt der großen Namen und der verwunschenen Magie dahinter. Diesmal folgt sie dabei allerdings zunächst einer anderen Passario: Im Mittelpunkt steht nun die ungestüme Anderta. Auch bei diesem zweiten Band ist man von Gozdeks Ideenreichtum und der Kreativität begeistert, die in der Geschichte an allen Ecken und Enden aus den Zeilen hervor blitzt. Auch die Figuren machen wieder Spaß, und man folgt ihnen gerne. Es ist schön, dass ab der Mitte des Buches auch die Helden aus dem ersten Band wieder mit von der Partie sind und man nun auch erfährt, wie es für Tirasan und Rustan weitergeht. Nicole Gozdeks Erzählstil ist so sympathisch und bunt wie immer. Dennoch sind es auch die gleichen Kritikpunkte wie in Band eins, die verhindern, dass man restlos mitgerissen wird und durchgehend begeistert ist. Erneut zeigt sich, dass etwas mehr als 300 Seiten einfach nicht ausreichen, um insbesondere die emotionalen Entwicklungen der Figuren glaubhaft darzustellen. So entstehen immer wieder kleine Unstimmigkeiten, Irritationen und Löcher in der Handlung, die man aber nicht ignorieren kann. Gerade wenn es darum geht, Andertas und Tirasans Gefühlswelt darzustellen, ihre Ängste, Nöte und Zweifel, wählt Gozdek allzu oft den direkten Weg für Entwicklungen, die in ihrer Vielschichtigkeit aber nicht in ein, zwei Sätzen glaubwürdig dargestellt werden können. Vielleicht kehrt die Autorin ja noch ein weiteres Mal in die Welt der Namensmagie zurück und nimmt sich dann mehr Raum für die Entwicklung der Handlung und der Figuren. Das Potential dazu ist in jedem Fall vorhanden.

Die Geschichte begann in:
Die Magie der Namen

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen