In ewiger Schuld

Autor: Harlan Coben
Genre: Thriller
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-20519-6
Erscheinungsdatum (D) 21.08.17 Erschienen 2016
Seiten 416
Übersetzung Gunnar Kwisinski

In ewiger Schuld Fool Me Once

Inhalt

Maya ist fassungslos, als sie die Aufnahmen ihrer Nanny-Cam kontrolliert: Darauf ist ihre zweijährige Tochter Lily zu sehen, die vergnügt mit Mayas Ehemann Joe spielt. Nur hat Maya Joe gerade eben erst beerdigt, nachdem er bei einem Raubüberfall brutal ermordet worden war. Maya glaubt, ihren Augen nicht trauen zu können, und als sie die absurden Aufnahmen dem Polizisten zeigen will, der in Joes Fall ermittelt, muss sie feststellen, dass die Speicherkarte der Nanny-Cam spurlos verschwunden ist. Als Pilotin und ehemalige Militärangehörige ist Maya an strategisches und planvolles Denken gewöhnt und weiß, dass sie niemandem blind vertrauen kann. Kann es sein, dass sie einer grausamen Täuschung auf den Leim gegangen ist, als sie Joe mit Lily spielen sah? Oder besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass Joe doch noch am Leben ist?

Maya muss sich eingestehen, dass sie sich dem wahren Grund, warum sie das Militär verlassen hat, endlich stellen muss, um Antworten zu finden. Doch wer ist in diesem grotesken Spiel Freund und wer Feind, wem kann sie trauen und vor allem: Welche Rolle spielt Joes reiche Familie in dieser undurchschaubaren Geschichte?

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Harlan Coben versteht es wie kein anderer, doppelbödige Geschichten zu erzählen und seine Leser dabei immer wieder derart in die Irre zu führen, dass sie irgendwann komplett die Orientierung verlieren. „In ewiger Schuld“ ist ein Paradebeispiel für Cobens außergewöhnliches Erzähltalent, packt einen dieser Thriller doch vom ersten Moment an absolut gnadenlos. Coben erzählt hier die Geschichte einer toughen und zugleich schwer traumatisierten Frau, die einem förmlich das Blut in den Adern gefrieren lässt. Dabei wirft er immer neue, verwirrende Fragen auf und steigert damit die Spannung ins schier Unerträgliche. Wer ist Freund und wer ist Feind? Wem kann die Protagonistin trauen? Welches Spiel wird hier gespielt? Unbeirrbar spinnt Harlan Coben seine Fäden, lässt sich die Leser darin verwickeln, um dann plötzlich völlig neue Aspekte ins Spiel zu bringen.

„In ewiger Schuld“ ist einer dieser Thriller, in die man ohne Wenn und Aber versinkt, die einen atemlos immer weiter lesen lassen und die man am Ende mit Bedauern zur Seite legt. Beinahe liebt man Harlan Coben für die Art und Weise, wie man als Leser von ihm manipuliert und immer wieder aufs Glatteis geführt wird. Fast bis zum Schluss bleibt alles offen, scheint alles möglich zu sein, und die Auflösung, die Coben dann präsentiert, ist wirklich klug erdacht und meisterhaft inszeniert. Für Liebhaber des Genres ein wahrer Leckerbissen!

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen