Das Tagebuch der Prinzessin Leia

Autor: Carrie Fisher
Genre: Biographie
Verlag: Hannibal
ISBN: 978-3-85445-625-4
Erscheinungsdatum (D) 03.03.17 Erschienen 2017
Seiten 238
Übersetzung Alan Tepper

Das Tagebuch der Prinzessin Leia The Princess Diarist

Inhalt

2017 feiert STAR WARS seinen 40. Geburtstag. Da wird es Zeit, in alten Zeiten zu schwelgen und die zu Wort kommen zu lassen, die dabei waren. Ganz nah an Han Solo, Luke Skywalker und Prinessin Leia. Am besten jemand innerhalb der Crew. Wer wäre dafür besser geeignet, als die Sternenprinzessin, die uns im Dezember 2016 viel zu früh verließ? Dies ist ihr Zeitzeugnis über eine Zeit, die nicht nur Hollywood entscheidend prägte...

Buchkritik von Thomas  Ays

Carrie Fisher. Diesen Namen verbinden Filmfans auf der ganzen Welt nun, nach ihrem Tod, unweigerlich mit Prinzessin Leia aus "Star Wars" - wenn sie es nicht schon immer getan haben. Es scheint, dass sich auch Carrie Fisher (endlich) damit abgefunden hatte, auf ewig auf diese eine Rolle festgelegt zu werden. Und doch bemerkt man in "Das Tagebuch der Prinzessin Leia" eine zweite Seite - und die präsentiert sie uns ungewöhnlich offen. Zwar hielt Fisher mit ihren diversen Süchten und Krankheiten nicht hinterm Berg, es ist aber ein Unterschied, wie und auf welche Weise man dies der Öffentlichkeit präsentiert. Vor allem die Seiten in der Mitte des Buches, die, die direkt in die Seele der 19jährigen Carrie Fisher blicken, sind interessant und dürften manchem Hobby- und Berufspsychologen einiges an Diskussionsstoff bieten. Davor geht es vor allem um die Affäre mit Harrison Ford, die bis zum Start dieser Lektüre geheim war. Das Buch konzentriert sich eindeutig zu arg darauf, was es doch arg in die Klatsch- und Tratsch Ecke rutschen lässt. Gepaart mit Sensationsgeilheit und Boulevard. Dabei lässt einen das heute, nach 40 Jahren in der Mottenkiste, doch relativ kalt, ob der verheiratete Ford nun mit der ewig-suchenden Fisher geschlafen hat. Seis drum. Viel interessanter wären die Abgründe gewesen, in die Carrie Fisher Zeit ihres Lebens blickte. Hätte sie die Affäre zum Anlass genommen, um genau das herauszuarbeiten und noch tiefer zu gehen, es hätte ein spannendes Werk werden können. So bleibt der Eindruck haften, mit der heimlichen Affäre mehr Bücher verkaufen zu wollen, anstatt wirklich etwas sagen zu wollen, das bewegt. Und das hatte sie. Carrie Fisher hatte soviel zu sagen. Spannend die Frage am Schluss: Was wäre wohl aus ihr geworden, wäre sie niemals Prinzessin Leia geworden?

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen