Flugangst 7A

Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Thriller
Verlag: Droemer
ISBN: 978-3-426-199213
Erscheinungsdatum (D) 25.10.17 Seiten 400

Flugangst 7A

Inhalt

Mats Krüger ist ein erfolgreicher Psychiater. Dennoch kann er sich bei seinem größten Problem nicht selbst helfen: Er leidet unter extremer Flugangst. Doch jetzt lässt sich das Fliegen nicht mehr vermeiden, denn seine Tochter bekommt ein Baby, die Geburt steht unmittelbar bevor. Und da Mats sich in der Vergangenheit mehr als mies benommen hat ihr gegenüber, wird er das Übel eines Überseefluges von Argentinien nach Berlin auf sich nehmen.
Doch obwohl er sich in einem Flugangst-Seminar vorbereitet und noch dazu alles an Literatur über Flugzeuge, Statistiken und Auswertungen über Abstürze gelesen hat, so kriecht ihm die Angst den Rücken hinauf, kaum dass er an Bord ist.
Und diese Angst wird noch ins Unermessliche steigen, denn kurz nach dem Start eröffnet ihm ein Unbekannter via Handy, dass sich ein ehemaliger Patient an Bord befindet. Und das Trauma dieses Patienten soll Mats sozusagen reaktivieren, um ihn dazu zu bringen, das Flugzeug mit über 600 Passagieren abstürzen zu lassen.
Das Druckmittel, das der Unbekannte hat, ist Mats' Tochter in Berlin, die sich nunmehr ihn großer Gefahr befindet.

Buchkritik von Angelika  Koch

Wer Fitzek kennt, kennt Fitzek. Und weiß mittlerweile sehr genau, was ihn erwartet. Und genauso sicher, wie abends die Sonne unter- und morgens wieder aufgeht, genauso sicher und zuverlässig nimmt uns der Autor immer wieder mit auf eine unglaubliche Reise, deren Hintergründe und Ende man nicht im Entferntesten erahnen kann und somit immer und immer wieder in den Bann der Bücher des Autors gezogen wird. Längst macht man sich schon keine Gedanken mehr darüber, wie zum Henker Fitzek auf solche Ideen kommt. Die Fragen danach hat man aufgegeben, was soll's auch? Viel wichtiger ist, dass der Autor diese Ideen nunmal hat, dass er sie immer wieder in Thriller der Oberklasse verpacken kann und dass der Leser sich immer wieder in das Lesewunderland ebendieser Ideen begeben darf.
So auch hier wieder. Flugangst 7A greift eine Geschichte auf, die so unglaublich und hanebüchen erscheint, dass der Umstand, dieses Geschehen miterleben zu dürfen, alleine schon reicht, um an die eigenen Grenzen zu kommen. Und wieder ist es ein Protagonist, der der unfreiwillige Held der Geschichte ist, der, der einem einfach nur noch leid tut und dessen Erfindungsreichtum man aber dennoch bewundert. Klar, das ein oder andere scheint doch ziemlich unglaubhaft, manches wirkt ein bisschen zu sehr zusammengestrickt. Aber schlussendlich ist es egal. Denn am Ende zählt, wie immer bei Fitzek, dass man die spannendsten, aufregendsten Lesestunden soeben wieder hinter sich hat und nun wieder warten muss. Oder besser gesagt darf. Denn ganz sicher wird der nächste Thriller wieder genauso ein „Klopper“ sein. Ach, und übrigens: Wundern Sie sich nicht, wenn Sie nach der Lektüre dieses Buches keine Milch mehr trinken mögen...

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