Die Akte Rosenthal - Teil 2

Autor: Hanni Münzer
Genre: Thriller
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-30964-6
Erscheinungsdatum (D) 02.05.17 Seiten 544

Die Akte Rosenthal - Teil 2

Inhalt

Endlich scheint das Leben von Lukas von Stetten nach den turbulenten Ereignissen in Barcelona in ruhigeren Bahnen zu verlaufen, als er ein völlig unerwartetes Angebot aus dem Vatikan erhält. Während er noch darüber nachdenkt, tatsächlich nach Rom zurückzukehren, erfährt er, dass auch seine Jugendliebe Rabea Rosenthal in die Ethik-Kommission berufen wurde, die er leiten soll. Seine Frau Magali, die weiß, dass Lukas Rabea nie wirklich ganz vergessen konnte, sorgt sich um ihre Ehe, während für sie noch viel gewichtigere Probleme zu drohen scheinen. Durch das Erbe ihrer Mutter verstrickt sie sich zusehends in dunkle Machenschaften, von denen Lukas niemals erfahren darf. Allerdings ahnt Magali nicht, in welch große Gefahr sie sich und ihre Familie bringt, indem sie sich nichts ahnend ins Visier eines äußerst gefährlichen Gegners begibt.

Währenddessen ist Lukas’ Zwillingsschwester Lucie völlig verzweifelt, weil gleich zwei interessante Männer in ihr Leben getreten sind, die beide bereit sind, um die kapriziöse Frau zu kämpfen. Doch die Frage, für welchen von beiden sie sich nun entscheiden soll, tritt bald schon in den Hintergrund, weil sie sich nicht mehr sicher sein kann, ob einer von beiden ein falsches Spiel mit ihr treibt. Jules Lafitte hingegen sieht sich gezwungen, auf der Flucht vor dem Terroristen Yussuf unterzutauchen. Alle fünf bewegen sich unausweichlich auf ein sie alle verbindendes Ereignis zu – ein Ereignis, das sie in Rom wieder zusammenführt…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

In „Die Akte Rosenthal – Teil 2“, dem dritten Teil ihrer „Seelenfischer“-Reihe, lässt Hanni Münzer endlich die Katze aus dem Sack und löst sämtliche Rätsel, die ihre Protagonisten Lukas, Rabea, Lucie, Magali und Jules umtreiben, auf. Leider geraten die zahllosen losen Fäden, die sich durch ihre „Seelenfischer“-Reihe ziehen, mehr und mehr zu einem undurchdringlichen Knäuel, das beim Leser stellenweise nur noch hilfloses und unverständiges Kopfschütteln verursacht. Zu viele Verschwörungstheorien und komplizierten Gedankenkonstrukte säumen den Weg der fünf Protagonisten, um die Geschichte stimmig und glaubhaft zu machen. Zusehends verstrickt Hanni Münzer sich in zu vielen, zu unübersichtlichen Handlungssträngen und verliert dabei offensichtlich den roten Faden, an dem sich die Geschichte eigentlich orientieren sollte, aus den Augen.

Hinzu kommt noch, dass auch die Figuren, die bereits die beiden vorhergehenden Bände bevölkerten, viel von ihrer Strahlkraft und ihrem Charisma verloren haben. Während Magali nach wie vor völlig farblos und austauschbar wirkt, nervt die kapriziöse Lucie in ihrer Oberflächlichkeit zusehends. Auch die Dynamik zwischen Lukas und Rabea hat ihren Reiz verloren, was zur Folge hat, dass man Hanni Münzers Geschichte nur noch halbherzig folgen mag. Auch wenn „Die Akte Rosenthal – Teil 2“ durchaus noch über die eine oder andere spannende Idee verfügt und mit so mancher packenden Wendung zu überraschen weiß, ist dieser dritte Teil der „Seelenfischer“-Reihe unterm Strich ziemlich enttäuschend und lässt den Leser am Ende eher unbefriedigt zurück.

Die „Seelenfischer“-Reihe umfasst folgenden Bände:
Die Seelenfischer
Die Akte Rosenthal - Teil 1
Die Akte Rosenthal - Teil 2
Das Hexenkreuz

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