Ostfriesentod

Autor: Klaus-Peter Wolf
Genre: Krimi
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-596-03633-2
Erscheinungsdatum (D) 16.02.17 Seiten 560

Ostfriesentod

Inhalt

Irgendjemand hat es auf die sonst so beliebte Kommissarin Ann Kathrin Klaasen abgesehen. Und das nicht zu knapp. Ihr Auto wird geblitzt an einer Stelle, an der sie nicht unterwegs war, der Laptop einer Studentin soll von ihr einkassiert worden sein, ein Internetshop floriert unter ihrem Namen, und zum guten Schluss wird eine Frau mit ihrer Dienstwaffe erschossen. Anfangs wankt sogar ihr Freundeskreis ein wenig, zu erdrückend sind die angeblichen Beweise ihrer Schuld, doch recht schnell kriegen sich alle wieder in den Griff und bleiben ihr treu.
Dennoch kommt sie immer mehr in die Bredouille, vor allem, als ein junger Mann behauptet, sie hätten ein Liebesverhältnis. Selbst Frank Weller gerät da kurzfristig ins Trudeln.
All das lenkt aber nicht davon ab, dass es immer mehr vermeintliche Selbstmorde junger Männer gibt. Alles scheint aber irgendwie zu glatt und Ann Kathrin hat Zweifel. Trotz ihrer eigenen Misere lässt sie den Fall selbst nicht aus den Augen, und mit ihren unkonventionellen Methoden besteht doch noch Hoffnung darauf, dass der Fall gelöst werden kann. Vorausgesetzt, sie selbst übersteht den persönlichen Schrecken...

Buchkritik von Angelika  Koch

Der elfte Fall für Ann Kathrin Klaasen und ihre Crew. Es folgen – so die Ankündigung im Anschluss – noch Fall zwölf, 13 und 14 – vorausdatiert bis 2020. Und es gab schon sehr gute Geschichten dieser Serie, sehr spannende, gut konstruierte, schlüssige und authentische. Auf jeden Fall. Und es steht zu hoffen, dass das auch künftig wieder so sein wird. Hier allerdings, mit diesem Buch, hat der Autor die vorgenannten Attribute nicht erfüllt. So sehr man es sich als Leser und Fan des Autors wünscht, aber es kommt kaum Spannung auf, die Geschichte steht auf wackeligen Füßen, wirkt manchmal sogar ein bisschen zu überdreht. Der Plot läuft einfach nicht rund, ist nicht stimmig, es wird zu viel Nebensächliches erzählt, der Leser gerät durch die Langatmigkeit ins Trudeln und wünscht sich gut und gerne 100 Seiten weg. Auch mit der Authentizität hapert es: Insbesondere Akteure wie Rupert leben zwar davon, exzentrisch zu sein, sie sollten dennoch ein gewisses Maß an Glaubwürdigkeit vorweisen. Die verliert der gute Rupert aber hier leider völlig, und er ist in „Ostfriesentod“ nicht der Einzige.
Es scheint hier der Zenit der Serie erreicht zu sein – der negative Zenit, wenn man die negativen Zahlen als Spitze anlegt. Und so steht zu hoffen, dass dieses Tief nun der Wendepunkt ist zu wieder besseren, schlüssigeren und spannenderen Geschichten des Autors. Denn sonst besteht die Gefahr, dass der Leser sein Interesse an dem Ermittlerteam verlieren wird.

Ann-Kathrin Klaasen, Frank Weller und ihr Team ermitteln in folgenden Fällen:
Ostfriesenkiller
Ostfriesenblut
Ostfriesengrab
Ostfriesensünde
Ostfriesenfalle
Ostfriesenangst
Ostfriesenmoor
Ostfriesenfeuer
Ostfriesenwut
Ostfriesenschwur
Ostfriesentod

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