Fireman

Autor: Joe Hill
Genre: Roman
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-31834-2
Erscheinungsdatum (D) 09.05.17 Erschienen 2016
Seiten 958
Übersetzung Ronald Gutberlet

Fireman The Fireman

Inhalt

Eine schreckliche Seuche breitet sich rasend schnell über die gesamte Welt aus und lässt die Zivilisation in Chaos und Schrecken versinken. Dragonscale macht sich auf der Haut der Infizierten zunächst mit wunderschönen Mustern bemerkbar, lässt diese dann allerdings früher oder später in Flammen aufgehen. Die USA ist schon fast gänzlich von Dragonscale infiziert, und die Krankenschwester Harper Grayson ist eine jener Unermüdlichen, die die Infizierten im Krankenhaus versorgt und pflegt. Doch eines Tages entdeckt Harper die schaurig-schönen Male auch auf ihrem eigenen Körper – just zu dem Zeitpunkt, als ihr klar wird, dass sie schwanger ist. Eigentlich hatten sie und ihr Mann Jakob vereinbart, dass sie sich selbst und den anderen töten würden, sollte einer von ihnen infiziert sein. Doch nun ist Harper Grayson fest entschlossen, für ihr ungeborenes Kind weiterzuleben, mehren sich doch die Anzeichen dafür, dass Ungeborene sich nicht von ihren Müttern anstecken.

Völlig auf sich allein gestellt begibt Harper sich im immer größer werdenden Chaos, in dem das Land rasend schnell versinkt, auf eine Odyssee, die von Wahnsinn, Gewalt und Verzweiflung geprägt ist. Dabei findet sie Zuflucht bei einer kleinen Gemeinschaft von Infizierten, die gelernt haben, mit Dragonscale zu leben. An ihrer Spitze steht ein Mann, von dem es heißt, er könne die Seuche kontrollieren, ein Mann, der sich selbst den „Fireman“ nennt. Doch bald schon verändert sich die Dynamik in der Gemeinschaft, Fanatismus, Habgier und Machtbesessenheit zwingen Harper schließlich, für sich und ihr Baby einen verzweifelten Weg zu wählen…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Mit „Fireman“ legt Joe Hill ein wahres Meisterwerk vor, das seinen Ruf als einen der ganz großen amerikanischen Autoren der Gegenwartsliteratur endgültig festigen dürfte. In seinem postapokalyptischen Roman entwirft er das Bild einer von einer furchtbaren Seuche fast gänzlich zerstörten Welt, in der es nur noch einigen Wenigen gelingt, in einer Art Zweckgemeinschaft zu überleben. Von der ersten Seite an fesselt „Fireman“ gnadenlos, lässt seine Leser nicht mehr aus seinen Klauen und spannt einen absolut meisterhaften Spannungsbogen über annähernd tausend Seiten hinweg bis zum fulminanten Ende. Joe Hill macht hier vom ersten Augenblick an einfach alles richtig, führt seine Leser mit sicherer und gebieterischer Hand durch seine ebenso faszinierende wie erschreckende Geschichte und überzeugt mit einer klug erdachten und bis ins kleinste Detail stimmig konstruierten Handlung restlos.

Joe Hill entwirft Szenarien, die bildgewaltiger und mitreißender kaum sein könnten und vor dem inneren Auge regelrechte Feuerwerke entstehen lassen. Seine Endzeitvision fasziniert vor allem mit seinen authentisch gezeichneten Charakteren, die diesen Roman zu einem Leseerlebnis der besonderen Art machen. Ebenso wie sein Vater Stephen King vermag Hill es, Figuren zu erschaffen, die einzigartig und unvergesslich sind – und das auf seine ganz eigene, besondere Art. „Fireman“ ist ein gewaltiges Endzeitepos, das im Verlauf der Handlung eine Eigendynamik zu entwickeln scheint und den Leser damit auf eine einzigartige und unvergessliche Reise schickt – in eine Welt, die unterzugehen scheint und doch nie die Hoffnung verliert. Das ist Spannungsliteratur vom Allerfeinsten!

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