Das Mädchen aus Brooklyn

Autor: Guillaume Musso
Genre: Roman
Verlag: Pendo
ISBN: 978-3-86612-421-9
Erscheinungsdatum (D) 02.06.17 Erschienen 2016
Seiten 485
Übersetzung Eliane Hagedorn, Bettina Runge, Kollektiv Druck-Reif

Das Mädchen aus Brooklyn La fille de Brooklyn

Inhalt

Raphaël kennt Anna erst seit wenigen Monaten, und doch ist ihm eines klar: Mit dieser Frau möchte er den Rest seines Lebens verbringen, Anna ist seine große Liebe. Als er ihr allerdings aus einer Laune heraus Fragen nach ihrer Vergangenheit stellt, erfährt ihr romantisches Wochenende an der Côte d’Azur ein jähes Ende. Anna zeigt Raphaël das Foto dreier Leichen und behauptet, sie sei für den Tod dieser Menschen verantwortlich. Schockiert verlässt Raphaël die Ferienwohnung, um kurz darauf zurückzukommen, um das Gespräch mit Anna zu suchen – doch die ist spurlos verschwunden. Auch zu Hause in Paris findet er nur ein leeres Appartement vor und stellt entsetzt fest, dass in der Wohnung offenbar eingebrochen wurde. Raphaël beginnt, sich große Sorgen um Anna zu machen, denn alles deutet darauf hin, dass sie nicht freiwillig untergetaucht ist.

Zusammen mit seinem Freund Marc, einem ehemaligen Polizisten, macht Raphaël sich auf die Suche nach Anna, die für ihn mehr und mehr zu einer Unbekannten wird. Sie, die er doch so gut zu kennen glaubte, wahrt offensichtlich ein schreckliches Geheimnis, das sie in allerhöchste Gefahr bringt. Marcs und Raphaëls dramatische Suche führt bis in die zwielichtigen Straßen Harlems und Brooklyns und direkt in die Abgründe eines finsteren Verbrechens…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Guillaume Musso beherrscht die Gabe, romantische Liebesgeschichten mit der genau richtigen Portion Spannung zu versehen und so ein Abrutschen ins allzu Kitschige zu verhindern. Auch in „Das Mädchen aus Brooklyn“ erzählt er von der großen, einzigartigen Liebe, die durch ein gut gehütetes Geheimnis in äußerste Gefahr gerät. Musso versteht es, die dunklen Schatten der Vergangenheit Stück für Stück heraufzubeschwören und ganz allmählich das volle Ausmaß von Annas dunkler Geschichte zu entblättern. Dabei spielt er gekonnt mit den Vermutungen und Ahnungen seiner Leser, die er mit unvermuteten und klug konstruierten Wendungen immer wieder aufs Neue zu verblüffen weiß.

Auch wenn Mussos Figurenzeichnung im Verlauf seiner nun schon zahlreichen Romane allmählich beginnt, Stereotypen aufzuweisen, versteht er doch die Gabe, seine Leser bedingungslos für diese einzunehmen. Vor allem der zunächst ahnungslose und völlig unbedarfte Raphaël, der allmählich erkennen muss, dass seine Geliebte nicht das ist, was sie zu sein vorgab, wächst einem schnell ans Herz. Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass „Das Mädchen aus Brooklyn“ ein derart intensiver und fesselnder Roman ist, der mit seinen Thriller-ähnlichen Elementen bis zum Schluss für atemlose und nachhaltige Spannung sorgt.

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