Agathas Alibi

Autor: Andrew Wilson
Genre: Roman
Verlag: Pendo
ISBN: 978-3-86612-422-6
Erscheinungsdatum (D) 02.05.17 Erschienen 2017
Seiten 384
Übersetzung Michael Mundhenk

Agathas Alibi A Talent for Murder

Inhalt

Im Dezember 1926 verschwindet die Kriminalautorin Agatha Christie spurlos. An der groß angelegten Suchaktion, die daraufhin gestartet wird, beteiligt sich sogar Arthur Conan Doyle. Doch Mrs Christie, die gerade mit ihrem jüngsten Werk „Alibi“ große Erfolge verzeichnen konnte, ist und bleibt verschwunden. Lediglich ihr Auto, das einen Abhang hinabgerollt ist und neben diversen anderen Dingen auch den Pelzmantel der Autorin enthält, wird aufgefunden. Erst elf Tage nach ihrem Verschwinden wird Agatha Christie in einem Hotel entdeckt, wo sie sich unter dem Namen der Geliebten ihres Mannes Archie einquartiert hatte. Bis heute ist rätselhaft, was damals tatsächlich geschah.

Ist Agatha Christie womöglich erpresst worden? Wusste der Erpresser Details über die Affäre ihres Mannes, die keinesfalls an die Öffentlichkeit dringen sollten? Wurde die Kriminalautorin gezwungen, ihrerseits ein Verbrechen zu begehen, das der Sache ihres Erpressers in die Hände spielte?

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Der britische Journalist und Biograf Andrew Wilson, der sich seit vielen Jahren mit dem Leben und Werk der großen Krimiautorin Agatha Christie befasst, schuf mit „Agathas Alibi“ einen intelligenten Roman, der von einer wahren Begebenheit ausgeht. Das Verschwinden Agatha Christies im Dezember 1926 ist bis heute ungeklärt und bietet auch nach all den Jahren immer noch Raum für vielfältige Spekulationen. Wilson lässt in seinem Roman die größte Krimiautorin der Welt, die nach wie vor als die Queen of Crime gilt, zur Protagonistin seines Romans werden und entwirft auf äußerst unterhaltsame Weise sein ganz persönliches Szenario der Ereignisse aus dem Jahr 1926. Besonders beeindruckend ist hierbei Andrew Wilsons pointierter Erzählstil, der in seiner zurückhaltend britischen Art die großen Kriminalromane Christies wieder aufleben lässt.

„Agathas Alibi“ bietet ein schlüssiges und durchaus nachvollziehbares Erklärungsmodell der damaligen Ereignisse an und lässt Mrs Christie selbst zum Opfer einer Intrige werden, der sie einzig und allein aufgrund ihres messerscharfen Verstandes entrinnen könnte. Aus jeder Zeile dieses Romans sprechen Wilsons detailliertes Hintergrundwissen und sein großer Respekt gegenüber der Queen of Crime, der vor allem die unzähligen Fans der unvergesslichen Erschafferin von Hercule Poirot und Miss Marple ansprechen dürfte. „Agathas Alibi“ ist ein durch und durch unterhaltsamer, gründlich recherchierter und äußerst liebenswerter Roman, der seine Leser vermutlich vor allem in den Kennern und Liebhabern des Werks von Agatha Christie finden wird.

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