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Kommende Buchkritiken
Gottes Werk und Teufels Beitrag
The Cider House Rules
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Autor
John Irving
Genre Roman
Verlag Diogenes Verlag ISBN 3-257-21837-0 Übersetzung Thomas Lindquist Erscheinungsdatum (D) 1988 Erschienen 1985 Seiten 833 |
Inhalt
Dies ist die Geschichte des Waisenjungen Homer Wells, der in dem Waisenhaus St. Cloud´s aufwächst. Geleitet wird St. Cloud´s von Dr. Wilbur Larch, der Gynäkologe ist und illegale Abtreibungen vornimmt. Er nennt die Schwangerschaft einer Frau "Gottes Werk", die Abtreibung einer solchen hingegen "Teufels Beitrag", wobei Dr. Larchs ganz persönlicher Meinung nach auch eine Abtreibung "Gottes Werk" sein kann.
Homer Wells ist dem Waisenhausvorsteher zwar mehr als alle andere Waisen ans Herz gewachsen, dennoch versucht er auch ihn an adoptionswillige Paare zu vermitteln. Die diversen Versuche misslingen – Homer kehrt immer wieder zurück nach St. Cloud´s, er will dort bleiben und sich nützlich machen.
So wird er schließlich Dr. Larchs Gehilfe – zum "Arzt" und Abtreiber wider Willen, denn anders als Dr. Larch sieht er die Abtreibung nicht als den Willen Gottes an.
Durch einen Zufall verlässt Homer schließlich St. Cloud´s und beginnt in den Apfelgärten von Ocean View sein eigenes Leben zu leben. Dort lernt er auch Freundschaft kennen und die Liebe, aus der schließlich ein Kind entsteht. Aber er muss auch erkennen, dass das Leben durchaus nicht so einfach und unkompliziert ist, wie er es aus St. Cloud´s kennt. Wird es Homer gelingen, seine beiden Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten, doch noch zu vereinen?
Buchkritik von Stefanie Rufle
Das ist nicht nur eine Geschichte, es ist vielmehr ein Gedicht, ein Gesang auf das Leben und die Menschen. Poetisch und voller Gefühl erzählt John Irving von den einfachen Dingen, von den großen Tragödien, von der Liebe in ihrer ganzen Vielschichtigkeit. So vieles geschieht in diesem Buch, dass es schlicht unmöglich ist, es mit einigen Sätzen zusammenzufassen.
Wieder einmal beweist Irving, dass er ein Meister des Erzählens ist, es gelingt ihm, den Leser zu fesseln, ihm das Gefühl zu geben, er sei selber ein Teil der Handlung. Mehr kann man von einem Buch wohl kaum erwarten – noch Tage später ist alles ganz präsent. Wenn man die Augen schließt, glaubt man, Ocean View zu sehen, St. Cloud´s und den äthersüchtigen Dr. Larch.
Wissenswertes
Zum gleichnamigen Kinofilm schrieb John Irving selbst das Drehbuch.

