Darien - Die Herrschaft der Zwölf

Autor: Conn Iggulden
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453318809
Erscheinungsdatum (D) 14.08.17 Erschienen 2017
Seiten 416
Übersetzung Kirsten Borchardt

Darien - Die Herrschaft der Zwölf Darien - Empire of Salt

Inhalt

Das Königreich und die Stadt Darien haben ihre besten Zeiten hinter sich. Der junge König Johannes widmet sich lieber den schönen Künsten als dem Regieren und wird von einer immer größer werdenden Angst vor einem Attentat hinter seine Palastmauern getrieben. Die wahren Herrscher sind die Oberhäupter der zwölf Familien, die im Rat von Darien die Fäden der Macht in Händen halten. Ihr Ringen um die Vorherrschaft ist ein immerwährender Tanz aus Bespitzelung, Intrigen, Verrat. Längst hat sich an den Grenzen jedoch eine Gefahr zusammengebraut, die keiner kommen sieht.

Als das Unglück über Darien hereinbricht, treffen sich die Schicksalswege von drei ungleichen Menschen in der Stadt: Der Jäger Elias will nur das Leben seiner Töchter retten und verkauft seine Fähigkeiten dafür an einen finsteren und machthungrigen General. Die junge Nancy sinnt auf Rache an den Oberen für das Schicksal ihres Vaters und der Junge Arthur hofft bei dem ehemaligen Soldat Tellius auf ein neues Zuhause. Sie alle verfügen über die Macht, die Zukunft von Darien zu verändern, doch werden sie ihre Chance ergreifen und für das Gute kämpfen?

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Conn Iggulden ist normalerweise im Genre der Historischen Romane zuhause und hat auch schon ein paar erfolgreiche Kinderbücher verfasst. Nun legt der Engländer mit „Darien – Die Herrschaft der Zwölf“ sein erstes Fantasy-Buch vor. Man merkt Iggulden seine Wurzeln deutlich an, denn stimmungsvoll und geübt erweckt er das mittelalterlich geprägte Darien zum Leben. Dagegen bleibt der magische Anteil seiner Geschichte doch recht unspektakulär. Der Autor nutzt die Chancen, die ihm sein Setting bietet leider zu wenig, sondern hastet im Gegenteil lieber von Ereignis zu Ereignis und lässt weder seinen Figuren noch der Handlung wirklich die Zeit sich zu entwickeln. Dabei hat er nicht nur mit seinen drei Hauptfiguren interessante Charaktere entworfen, deren Geschichte man eigentlich gerne ausführlicher erfahren möchte. Doch Conn Iggulden setzt lieber auf ein Feuerwerk an Ereignissen und zündet dieses wie bei einem Actionfilm in immer kürzer werdenden Abständen. Zwar führt diese Taktik für den Moment zu einer recht unterhaltsamen Lektüre, aber alles bleibt immer an der Oberfläche. Gerade gegen Ende werden die Wendungen immer konstruierter, was das Lesevergnügen mindert.

Conn Iggulden lässt „Darien – Die Herrschaft der Zwölf“ zu wenig Zeit, und die Geschichte entwickelt daher insgesamt zu wenig Tiefe, um dem Leser dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben.

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