Infernale - Rhapsodie in Schwarz

Autor: Sophie Jordan
Genre: Jugendbuch
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3785583692
Erscheinungsdatum (D) 13.03.17 Erschienen 2015
Seiten 384
Übersetzung Ulrike Brauns

Infernale - Rhapsodie in Schwarz Unleashed

Inhalt

Nachdem das musikalische Wunderkind Davy positiv auf das Mördergen HTS getestet wurde, ist für sie nichts mehr wie es war. Sie hat mittlerweile alles verloren was ihr wichtig war: Ihre Familie, ihre Freunde, ihr sicheres Leben und letztlich auch die Musik. Kann es noch schlimmer kommen? Es kann! Denn obwohl sie so sehr dagegen angekämpft hat, ist sie schließlich zu dem geworden, was alle Welt in ihr als HTS-Trägerin sieht: eine Mörderin. Auf der Flucht vor den Behörden trifft Davy auf Caden, der eine der aufkeimenden Widerstandgruppen leitet. Bei ihm findet sie unverhofft Halt und die Aussicht auf ein neues Ziel. Doch nichts, so scheint es, ist in Davys neuem Leben von Dauer. Denn nicht nur ihre Schuldgefühle lassen sich nicht abschalten. Nicht alle in der Widerstandgruppe sind über Davys Anwesenheit glücklich. Keine guten Voraussetzungen also, um in einer unterirdischen Bunkeranlage mit lauter HTS-Trägern zu sein…

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Sei wer Du bist und nicht das, was die Gesellschaft aufgrund Deiner Gene von Dir erwartet zu sein!
Sophie Jordan hatte mit ihrem dystopischen Jugendbuch „Internale“ eine spannende und frische Idee aufgegriffen und auch gut umgesetzt. In „Rhapsodie in Schwarz“ erfahren wir nun endlich, wie es für Davy und ihre Freunde weitergeht. Leider ist dieser zweite Teil nicht die spannende Fortsetzung geworden, die man nach dem guten Schluss von Band eins noch erwarten durfte. Schnell wird klar: Sophie Jordan sind die Ideen zu ihrer dystopischen Seite der Story ausgegangen. Lediglich in kurzen, oberflächlichen Episoden, die den einzelnen Kapiteln vorangestellt sind, erfahren wir noch, wie es um die Welt steht, nachdem man begonnen hat die Träger des HTS-Gen zu internieren. Stattdessen konzentriert sich die Autorin ganz auf das innere emotionale Wirrwarr ihrer Protagonistin und deren Liebesleben. Der Rest der Story verkommt zu einer reinen Alibiveranstaltung. Schnell dreht sich alles nur noch um „Wen liebe ich nun?“- „Liebe ich ihn tatsächlich?“- „Wie kann er mich nur lieben?“. Das ist zwar nett geschrieben, aber auch total austauschbar und langweilt irgendwann einfach nur noch.

Sophie Jordan gibt im zweiten Teil ihrer „Infernale“-Geschichte leider jegliche Unverwechselbarkeit auf. Von den frischen und ansprechenden dystopischen Ideen bleibt nur noch ein Hauch. Stattdessen bekommen wir eine Lovestory mit Abenteuertouch, die wir schon hundertfach wo anders gelesen haben. Sehr enttäuschend!

Die Reihe umfasst folgende Bände:
Infernale
Infernale - Rhapsodie in Schwarz

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen