Rat der Neun - Gezeichnet

Autor: Veronica Roth
Genre: Fantasy
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570164983
Erscheinungsdatum (D) 17.01.17 Erschienen 2017
Seiten 608
Übersetzung Petra Koob-Pawis, Michaela Link

Rat der Neun - Gezeichnet Carve the Mark

Inhalt

In einer Galaxie der Extreme und Unterschiede verknüpfen sich die Schicksale von zwei Menschen, die erbitterte Feinde sein müssten: Cyra Noavek, Schwester des tyrannischen Shotet-Herrschers Ryzek und Akos, der dem friedliebenden Volk der Thuvhesi angehört. Beide Völker beanspruchen denselben Planeten für sich, und die kriegerischen Shotet wollen die Thuvhesi lieber heute als morgen unterwerfen. Doch der Strom, der die Völker der Galaxie verbindet, schafft eine Brücke zwischen diesen beiden Menschen, indem er ihnen Lebensgaben schenkt, die sich gegenseitig aufheben. Denn wo Cyra Schmerz bringt, lindern Akos Berührungen die Auswirkungen des Stroms. Akos kommt als Gefangener in das Haus Noavek, und eigentlich müsste er Cyra hassen. Doch die beiden kommen sich näher und irgendwann kommt der Punkt, an dem sie sich entscheiden müssen: Wollen sie sich zerstören oder sich helfen? Und damit vielleicht auch der gesamten Galaxie.

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Nachdem die amerikanische Autorin Veronica Roth mit ihrer Trilogie „Die Bestimmung“ von Erfolg zu Erfolg geeilt ist, taucht sie mit „Rat der Neun – Gezeichnet“ nun in eine völlig andere Welt ein. Das Setting dieser neuen Geschichte, die auf zwei Teile angelegt ist, ist Roth großartig gelungen. Facettenreich, schillernd und faszinierend. Elemente wie Orakel, Lebensgaben und Schicksale verbinden sich hier mit einem packenden Science-Fiction-Rahmen. Es gibt reichlich spannende Rätsel und Mysterien, die im Laufe dieser ersten rund 600 Seiten durchweg Lust machen, ganz in diese Welt einzutauchen. Dass dies nicht durchgängig gelingen will, liegt zum einen an den kleineren Längen in der Story, die sich hier und da eingeschlichen haben und an den Figuren. Zwar sind nicht nur Cyra und Akos interessant angelegt, aber der emotionale Funke will noch nicht überspringen. So dramatisch ihr Schicksal ist und der gemeinsame Weg, den sie beschreiten, gerade diese beiden Charaktere behalten immer eine gewisse Distanz, die sie für den Leser letztlich unterkühlt erscheinen lassen. Vielleicht wird sich dies im zweiten Teil legen, wenn nicht mehr ganz so viele Erklärungen und Beschreibungen der Welt notwendig sind und Veronica Roth zusätzlichen Raum hat, sich noch mehr dem Innenleben ihrer Figuren zu widmen.

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