Sterbenskälte

Autor: Franck Thilliez
Genre: Thriller
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442484843
Erscheinungsdatum (D) 21.11.16 Erschienen 2012
Seiten 544
Übersetzung Eliane Hagedorn und Barbara Reitz

Sterbenskälte Atomka

Inhalt

Franck Sharko und Lucie Henbelle sind ein Ermittlerpaar, das nicht nur die bis zur Selbstaufgabe gehende Hingabe zu ihrem Beruf teilt, sondern auch viele dunkle Schatten der Vergangenheit. Beide habe so viele grausame Dinge erlebt, am eigenen Leib erfahren, wie es ist, seine Liebsten zu verlieren, dass sie kaum noch ein normales Leben führen können, und da sie mittlerweile auch ein Liebespaar sind, teilen sie ihre Arbeit und ihre privaten Abgründe miteinander.
All ihre traurigen Erfahrungen jedoch helfen den beiden immer wieder weiter in den Fällen, die sie zusammen bearbeiten. So auch in diesem Fall: In Paris wird in einer Gefriertruhe die Leiche eines Journalisten gefunden, der anscheinend eine Spur verfolgte und zum Schweigen gebracht wurde. Sharko und Henbelle erkennen bald, dass es sich hier um einen Serieniller handeln muss, der seine Opfer der Kälte aussetzt, dennoch findet sich kein Sinn, kein Muster, nichts, was zur Klärung beitragen könnte. In den tief verschneiten Alpen beginnt die Jagd, und je tiefer die beiden graben, desto zusammenhangloser scheinen die Ergebnisse zu werden. Doch auch hier werden die beiden bis zum Letzten kämpfen, niemals aufgeben, und wieder riskieren sie alles, auch ihr eigenes Wohl, um dem Täter auf die Spur zu kommen.

Buchkritik von Angelika  Koch

Die Protagonisten begleiten den Leser nun schon sehr lange Zeit. In den ersten Büchern ließ Thilliez sie noch getrennt ermitteln, bis sie dann zusammenkamen und nun bereits den dritten großen Fall zusammen durchstehen. Die beiden sind schon sehr speziell, und der Autor versteht es immer noch, den Figuren so viel Intensität einzuhauchen, dass der Leser die Nähe zu ihnen behält. Auch in „Sterbenskälte“ bleibt das so, und damit punktet der Thriller.
Leider aber will in diesem Buch der sonst so explosive Funken nicht überspringen. Die Geschichte selbst gerät immer mehr aus den Fugen, wird immer verwirrender und leider auch immer unglaubwürdiger. Die sonst so knisternde Spannung kommt aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse einfach nicht auf. Thilliez ist ein außergewöhnlicher Autor, dessen Bücher immer mit einer überdurchschnittlichen Intensität und auch Brutalität gespickt waren und es zuverlässig schafften, den Leser mit Haut und Haaren in ihren Bann zu ziehen. Schwer zu benennen, warum das in Sterbenskälte nicht klappt. Vielleicht ist jeder Autor mal an dem Punkt, an dem er anfängt zu wiederholen, langsamer zu werden und an dem sich entscheidet, ob eine Serie noch gut bleibt und es wert ist, am Leben erhalten zu werden. Sicherlich wird sich das im nächsten Buch entscheiden, auf dessen Übersetzung jedoch die deutschen Fans – wie immer – lange warten müssen.

In diesen Büchern ermitteln Henebelle und Sharko gemeinsam:
Öffne die Augen
Monster
Sterbenskälte

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