Der Trost von Fremden

The Comfort of Strangers

Der Trost von Fremden

Autor Ian McEwan Genre Krimi
Verlag Diogenes Verlag
ISBN 3-257-21266-6
Übersetzung Michael Walter Erscheinungsdatum (D) 1983   
Erschienen 1981  Seiten 189

Inhalt

Die Engländer Mary und Colin sind im Sommerurlaub in Venedig. Abend für Abend machen sie sich sorgfältig z recht für ihren Spaziergang in der von Touristen überschwemmten Stadt, so als würde irgendwo jemand auf sie warten. Und tatsächlich lernen sie zufällig, wie sie glauben, einen Italiener kennen, der sie immer mehr in sein Leben hineinzieht. In seinem Haus zu Gast, lernen sie seine Frau kennen und argwöhnen bald, dass etwas an der bürgerlichen und wohlhabenden Fassade der beiden nicht stimmt.

Die Faszination, die Colin auf die beiden Fremden ausübt, bleibt Mary nicht verborgen und doch gelingt es ihr nicht, sich dem Sog der Geschehnisse zu entziehen. Als sie erkennt, dass sie und ihr Geliebter bereits Teil der Geschichte der Fremden waren, bevor sie sie überhaupt kennen lernten, ist es an ihr zu handeln.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs „Der Trost von Fremden“ ist eine äußerst beunruhigende und verstörende Geschichte: Meisterlich gelingt es Ian McEwan, hinter der scheinbar heiteren Urlaubsstimmung eine bedrohliche Atmosphäre zu schaffen, die aber bis zum Schluss nur latent spürbar ist. Der Leser ahnt die ganze Zeit über, dass da irgendetwas ganz und gar nicht stimmt, will es aber nicht wahrhaben, versucht, die Augen vor der offensichtlichen Bedrohung zu verschließen. Genau die Stimmung, in der sich die beiden Protagonisten befinden, überträgt sich hier auf den Leser.

Immer wieder möchte man den beiden Urlaubern zurufen: Vorsicht, passt auf, kehrt lieber wieder um! Gleichzeitig spürt man aber den unwiderstehlichen Sog, in dem sich die beiden befinden, der unweigerlich zu dem verblüffenden und schockierenden Ende hinführt, das man nicht so schnell verdauen kann.

Wissenswertes

„Der Trost von Fremden“ wurde von Paul Schrader mit Rupert Everett, Helen Mirren, Natasha Richardson und Christopher Walken in den Hauptrollen verfilmt.

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