Das achte Gebot

Autor: Anne Holt
Genre: Krimi
Verlag: Piper
ISBN: 3-492-23581-6
Erscheinungsdatum (D) 2001 Erschienen 1999
Seiten 444
Übersetzung Gabriele Haefs

Das achte Gebot Dod joker

Inhalt

Die Frau von Oberstaatsanwalt Sigurd Halvorsrud ist ermordet worden, auf denkbar bestialische Art und Weise: Ihr Kopf wurde mit dem Samuraischwert der Familie vom Rumpf abgetrennt. Der Fall scheint ziemlich klar zu sein – Halvorsruds Hemd ist blutverschmiert, er war zum Tatzeitpunkt offensichtlich bei seiner Frau. Der Oberstaatsanwalt aber behauptet, bei der Hinrichtung seiner Frau zum Zusehen gezwungen worden zu sein, und er kann sogar den Namen des angeblichen Täters nennen. Das Problem ist nur, dass sich dieser wenige Tage vor der Tat angeblich das Leben genommen haben soll – von seiner Leiche fehlt allerdings jede Spur.

Ein denkbar verworrener Fall für Hauptkommissarin Hanne Wilhelmsen, die mit ihren Gedanken sowieso nicht ganz bei der Ermittlung sein kann, da ihr ihre Lebensgefährtin Cecilie eine tragische Mitteilung gemacht hat. Alles scheint aus dem Ruder zu laufen, und als dann auch noch ein zweites Opfer auftaucht – im Keller des angeblichen Selbstmörders, der voll ist von Fingerabdrücken von Oberstaatsanwalt Halvorsrud – weiß Hanne Wilhelmsen gar nicht mehr, was sie noch glauben kann.

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Ein überaus spannender und verblüffender Fall für Hanne Wilhelmsen. Was Anne Holt da konstruiert hat, wird zunehmend spannender und steuert in eine Richtung, die man anfangs noch für unmöglich hält. Die Auflösung ist ebenso verblüffend wie erschreckend und lässt den Leser mit einem unangenehmen Nachgeschmack zurück. Mit Hanne Wilhelmsen hat Anne Holt eine überaus interessante und faszinierende Hauptfigur erfunden, die in ihrem Verhalten äußerst facettenreich und widersprüchlich ist – eine Frau, die in keine Schablone passt.

Interessant nur, dass auch hier – wie schon bei Helene Tursten und ihrer Ermittlerin Irene Huss – wieder der Vergleich zu Henning Mankell gezogen wird. Kann denn kein skandinavischer Autor erfolgreich sein, ohne sofort mit Mankell verglichen zu werden? Die Romane von Anne Holt haben durchaus eine Berechtigung, unabhängig von Vergleichen als sehr vielversprechend und ausdrucksstark betrachtet zu werden.

In der Hanne-Wilhelmsen-Reihe sind weiterhin erschienen:

Blinde Göttin
Selig sind die Dürstenden
Das einzige Kind
Im Zeichen des Löwen (mit Berit Reiss-Andersen)
Das letzte Mahl
(mit Berit Reiss-Andersen)
Die Wahrheit dahinter
Der norwegische Gast
Ein kalter Fall

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