Die Tochter des Phoenix

Child Of The Phoenix

Die Tochter des Phoenix

Autor Barbara Erskine Genre Fantasy
Verlag Heyne
ISBN 3-453-13592-X
Übersetzung Tina Bienert und Dirk Muelder Erscheinungsdatum (D) 1998   
Erschienen 1992  Seiten 1008

Inhalt

In einer furchtbaren Feuersbrunst kommt die kleine Eleyne 1218 zur Welt – Vorzeichen für eine dunkle Zukunft und ein schweres Schicksal. Tatsächlich wird ihr Leben von Anfang an fremd bestimmt, schon als kleines Mädchen wird sie dem Earl of Huntingdon versprochen. Doch bis zu ihrer Vermählung im Alter von zwölf Jahren wird Eleyne von dessen Amme Rhonwen aufgezogen, die das Kind abgöttisch liebt und zu einer klugen und stolzen jungen Frau erzieht. Schon bald erkennt Rhonwen, dass Eleyne das zweite Gesicht besitzt und versucht sie zu zwingen, bei dem Seher Einion in die Lehre zu gehen. Doch Eleyne weigert sich und führt nach einigen Anfangsproblemen eine kurze aber glückliche Ehe mit dem jungen Earl of Huntingdon.

Nach dessen Tod ist ihr aber keine Zeit der Trauer vergönnt – sofort verheiratet ihr Onkel, der König von England sie wieder, mit einem Mann, der grausam und brutal ist und sich am Vermögen Eleynes zu bereichern versucht. Egal, was Eleyne versucht, um sich aus den Fängen ihrer unglücklichen Ehe zu befreien, sie hat keinen Erfolg und wird immer wieder in das Bett ihres despotischen Mannes verfrachtet.

So versucht Eleyne, sich in ihr Schicksal zu fügen, schenkt Kindern das Leben, führt die Haushalte ihrer verschiedenen Ehemänner, die sie sich aber nie selber auswählen darf. Über allem steht aber ihre große, allen Widerständen trotzende Liebe zu Alexander, dem König von Schottland. Da Eleyne aber auch nie die Gabe des zweiten Gesichts verloren hat, weiß sie, dass diese Liebe niemals offiziell bestätigt werden wird und dass noch schwere Schicksalsschläge vor Eleyne und ihren Lieben liegen...

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs Was an diesem Buch am meisten erschüttert ist die Erkenntnis, wie hilflos die Frauen dieser Zeit der Willkür und den Machtgelüsten der Männer ausgeliefert waren. Je königlicherer Geburt eine Frau war, desto weniger hat es interessiert, was ihre persönlichen Wünsche waren. War es für die politischen Geschicke förderlich, musste eben eine 14jährige auch mal einen 60jährigen Greis heiraten. Auf die Gefühle einer Frau nahm keiner Rücksicht, sie diente lediglich zur Sicherung des Erbes eines Mannes und als Gebärmaschine – und wehe, es "gelang" ihr nicht, dem ersehnten Erben das Leben zu schenken! Hatte eine Frau ausgedient, sprich war auf dem Heiratsmarkt nicht mehr vermittelbar, wurde sie für den Rest ihres Lebens ins Kloster geschickt – ein in jenen Zeiten durchaus gebräuchlicher Weg, sich einer unbequemen Person zu entledigen.

Teilweise ist es fast unerträglich weiterzulesen, so viel Ungerechtigkeit und so gut wie keine Chance, zu entkommen! Barbara Erskine hat hier äußerst sorgfältig recherchiert und es ist ihr gelungen, ein ziemlich getreues Bild der Verhältnisse der damaligen Zeit wiederzugeben. Auch wenn die Liebesszenen teilweise etwas zu lang und zu kitschig geraten sind, ist das doch ein überaus spannender historischer Roman.

Besucherbewertung

4.0 / 5  (3 votes)

Kommentare


Kommentare

Chrissi schreibt am 14.01.12, 22:56
Ich finde dieses Buch immer wieder spanend, packend und äußerst kurzweilig, auch wenn man mit Blick auf die 1008 Seiten vielleicht etwas anderes vermutet. Aber es liest sich einfach so dahin, hat man einmal angefangen muss man einfach weiterlesen bis zum Ende.
Ich habe es x-mal gelesen und lese es immer wieder gern.
Kurz: Mein absolutes Lieblingsbuch und das einzige was ich in dieser Richtung lese.
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