Als wär's das letzte Mal: 24 Anregungen für ein todesmutiges Leben

Autor: Hans Christian Meiser
Genre: Ratgeber
Verlag: Irisiana
ISBN: 978-3-424-15244-9
Erscheinungsdatum (D) 10.03.14 Seiten 176

Als wär's das letzte Mal: 24 Anregungen für ein todesmutiges Leben

Inhalt

Hans Christian Meiser beschäftigt sich in seinem Buch insbesondere mit dem Thema „Vergänglichkeit“. Wir alle müssen sterben, das steht fest. Doch was bedeutet der Tod und vor allem: Welche Konsequenzen hat das auf unser Leben, auf die Art wie wir handeln, den Sinn des Lebens hinterfragen, und wie leben wir daraufhin „achtsam“? Der Autor setzt sich hier zum Ziel, den Leser dazu zu bringen, über alles, was er tut oder nicht tut in einem größeren Zusammenhang nachzudenken und vor dem Hintergrund des zu erwartenden Todes neu zu bewerten. In 24 Kapitel aufgeteilt erzählt er, fasst zusammen und gibt praktische Anregungen weiter, die dem Leser Aufgaben stellen, die er – so er möchte – abarbeiten kann. All das soll dazu führen, dass uns bewusst wird, dass die Endlichkeit des Lebens keine Bedrohung ist, sondern - im Gegenteil - dafür sorgen sollte, dass wir viel bewusster agieren und den Herausforderungen des Lebens gelassener entgegensehen.

Buchkritik von Angelika  Koch

Ein Lob vorab: Dieses Büchlein ist liebevoll und themengetreu aufgemacht. Es kommt in einer ansprechenden Bebilderung, dem Thema angepasst mit Fotos schlichter Naturmaterialien, daher und überzeugt rein optisch durch eine schön illustrierte Textaufteilung. Vom Inhalt erwartet der Leser ein esoterisch angehauchtes Buch, das philosophische Gedanken näherbringt. Denn der Autor ist nicht nur Psychologe und Publizist, sondern hat auch Philosophie studiert. Und genau das ist es dann auch: ein esoterisches Buch mit mehr oder minder brauchbaren Lebensweisheiten.
Doch der Teufel steckt auch hier mal wieder im Detail: Nicht jeder kann diese Gedankengänge bis zum Ende nachvollziehen und nicht jeder will oder kann die vom Autor gegebenen Ratschläge umsetzen. Beim Thema Esoterik gibt es nämlich das eine immer wiederkehrende Problem: Alles gut und recht für Menschen, die tatsächlich in dem Luxus leben, diese Dinge umsetzen und/oder selbst beeinflussen zu können, aber es gibt eben auch genug Menschen auf dieser Erde, die überhaupt nicht über diese Voraussetzungen verfügen; sei es kulturell, politisch, gesundheitlich oder geistig. So kommt man durchaus zu dem Schluss, dass „Als wär’s das letzte Mal“ ein geeignetes Buch ist für Menschen, die halbwegs die genannten Prämissen erfüllen, das aber an der Realität des größten Teiles der Menschheit vorbeigeht.
Wenngleich vieles wirklich zum Denken anregt und man sicherlich das ein oder andere mitnehmen kann auf den eigenen Lebensweg, so bleibt das Buch in letzter Konsequenz etwas flach. Negativ fällt auch auf, dass der Autor zum Schluss des Buches ziemlich intensiv für Organspende wirbt; im Anhang findet sich gar ein Ausweis zum Kopieren. Das jedoch geht eindeutig zu weit, denn diese Entscheidung ist einfach zu privat, als dass sie so vehement in einem Ratgeber an den Mann/die Frau gebracht werden sollte.

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