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Kommende Buchkritiken
Das Hotel New Hampshire
The Hotel New Hampshire
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Autor
John Irving
Genre Roman
Verlag Diogenes ISBN 978-3-25721-194-8 Übersetzung Hans Hermann Erscheinungsdatum (D) 1984 Erschienen 1981 Seiten 596 |
Inhalt
Im Jahr 1939 jobben Mary Bates und Win Berry, die gerade ihren Highschool-Abschluss hinter sich haben, im Hotel Arbuthnot-by-the-Sea an der amerikanischen Ostküste. Obskure Menschen geben sich hier die Klinke in die Hand und vor allem der jüdische Schausteller Freud mit seinem Tanzbären Earl hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei den jungen Leuten.
Am Ende dieses Sommers beschließen Mary und Win zu heiraten und ein eigenes Hotel zu eröffnen. Freud, der wieder nach Österreich zurückkehrt, überlässt den beiden seinen Bären als Glücksbringer für ihr zukünftiges Leben. Win studiert, sie gründen eine Familie und tatsächlich gelingt es ihnen auch, ein Hotel zu führen. Doch ganz so wie sie sich das vorgestellt hatten, verläuft ihr Leben nicht.
Als Win eines Tages einen Brief von Freud erhält, in dem dieser ihn bittet, zu ihm nach Wien zu kommen, um mit ihm dort sein Hotel weiterzuführen, setzt dies eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben der Familie Berry komplett verändert.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Wie immer bei John Irving fällt es äußerst schwer, den Inhalt dieses vor Verkettungen und obskuren Ereignissen prallen Buches in Kürze wiederzugeben. Irving ist schlicht und ergreifend ein Meister seines Fachs - die Geschichten, die er erzählt, sind an Ideenreichtum, obskuren Charakteren und überraschenden Wendungen kaum zu überbieten. Auch "Das Hotel New Hampshire" bildet hierbei keine Ausnahme, bekommt der Leser es doch mit einer absurden, vor Kraft strotzenden und herrlich fetten Geschichte zu tun. Ob nun der skurrile Jude Freud, der liebenswerte Tanzbär Earl oder die Verkettung von verrückten Ereignissen, die die Familie schließlich nach Wien führen - hier wird es nicht eine Sekunde langweilig.
Voller Gefühl, irrwitziger Wendungen und mit einer wunderbar abgestimmten Prise Humor erzählt Irving von Liebe, Zuversicht, großen Träumen und allem voran der unverbrüchlichen Treue einer ganz besonderen Familie. Dieser Roman fesselt und lässt einen hinterher nie mehr wieder völlig los.
"Das Hotel New Hampshire" zählt mit Sicherheit zu den besten Büchern John Irvings, hier schöpft er aus den Vollen und beweist, dass er zu Recht als einer der ganz großen Romanciers der heutigen Zeit gilt.

