Allmen und die Dahlien

Autor: Martin Suter
Genre: Roman
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-06860-3
Erscheinungsdatum (D) 01.07.13 Seiten 214

Allmen und die Dahlien

Inhalt

Als ein Dahliengemälde von Henri Fantin-Latour im Wert von mehreren Millionen entwendet wird, ist die Hilfe von Allmen International Inquiries gefragt. Johann Friedrich von Allmen, sein Mitarbeiter und treuer Butler Carlos und dessen reizende Lebensgefährtin María Moreno werden von Dalia Gutbauer beauftragt, das gestohlene Gemälde unter strengster Geheimhaltung ausfindig zu machen. Die bereits in die Jahre gekommene, steinreiche Erbin und Inhaberin eines ebenfalls nicht mehr ganz taufrischem Luxushotels, hängt an diesem Fantin-Latour, der vor vielen Jahren auf ebenfalls nicht ganz legalen Wegen in ihren Besitz kam, wurde er ihr doch von ihrem damaligen Liebhaber geschenkt. Der emotionale Wert dieses Bildes ist für Dalia Gutbauer so immens, dass sie bereit ist, jeden Preis zu bezahlen, um es wieder zurückzubekommen. Genau die richtigen Grundvoraussetzungen für von Allmen also, der sich in permanenter Geldnot befindet.

Doch noch ahnt Gentleman von Allmen nicht, in welchen Sumpf aus Intrigen, Eifersucht und Hochstapelei ihn sein Aufenthalt im heruntergekommenen Luxushotel führen wird. Denn die Welt der Schönen und Reichen ist gut für manch einen, der nur zu gern dazugehören würde und dafür sämtliche Moralvorstellungen über Bord zu werfen bereit ist…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Im dritten Fall von Allmen International Inquiries residiert der ebenso sympathische, wie ausgebuffte Johann Friedrich von Allmen in einem in die Jahre gekommenen Luxushotel. Der Lebemann, dessen Lebensstil seine finanziellen Mittel leider bei Weitem übersteigt, hat auch in „Allmen und die Dahlien“ sofort wieder sämtliche Sympathiepunkte auf seiner Seite, schildert Martin Suter dessen dekadente Art zu leben doch so liebevoll und humoristisch, dass man diesem Anti-Helden einfach nicht böse sein kann. Auch sein Faktotum Carlos und dessen Lebensgefährtin Maria sind einem mittlerweile schon ans Herz gewachsen und bilden einen reizvollen Gegenpart zu ihrem im Genuss schwelgenden Arbeitgeber. In seinem für ihn so typischen pointierten und lässigen Erzählstil entführt Suter die Leser diesmal in die Welt der Reichen und Schönen, in der es mehr um den Schein, als um Sein geht. Er punktet dabei einmal mehr mit einer bildreichen und fast schon plastischen Schilderung der Schauplätze, die bewirkt, dass man als Leser beinahe das Gefühl hat, sich inmitten des Geschehens zu befinden.

Der Fall, mit dem Allmen International Inquiries es diesmal zu tun bekommt, bietet die richtige Mischung aus geheimnisvollen Auftraggebern, schattenhaften Verdächtigen und peinlich gehüteten Geheimnissen. „Allmen und die Dahlien“ ist eine Detektivgeschichte im besten Sinn, die zwar keinen besonders spektakulären Fall zu bieten hat, dafür aber mit einer Auflösung aufwartet, die es in sich hat. Am Ende hat Martin Suter sogar noch einen spektakulären Cliffhanger parat, der einen sehnlich auf den nächsten Fall von Allmen und seinen Helfern warten lässt.

Die Serie um den Ermittler J. F. v. Allmen und seinen Butler Carlos umfasst folgende Bände:
Allmen und die Libellen
Allmen und der rosa Diamant
Allmen und die Dahlien
Allmen und die verschwundene María

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen