Rabenseelen

Liemannen

Rabenseelen

Autor Bo R. Holmberg Genre Roman
Verlag Heyne
ISBN 3-453-87802-7
Übersetzung Sigrid Engeler Erscheinungsdatum (D) 2004   
Erschienen 2002  Seiten 300

Inhalt

Im schwedischen Angermanland des 19. Jahrhunderts wird ein ertrunkener Mann gefunden: Selbstmord, so lautet die etwas vorschnelle Vermutung von Polizeiamtmann Harald Morell. Als kurze Zeit später der Bruder des Toten mit einer Sense ermordet aufgefunden wird, mag Morell nicht an einen Zufall glauben. In Verbindung mit den beiden Toten werden die Buchstaben INRI gefunden, die auf Kreuzesinschrift hinweisen. Könnte es sein, dass diese Buchstaben einen Hinweis auf den Mörder geben sollen?

Doch noch weitere Personen scheinen in diesen mysteriösen Fall verwickelt zu sein. Polizeiamtmann Harald Morell hat die dumpfe Vermutung, dass die beiden Toten nicht die letzten Opfer des Mörders bleiben werden, weshalb ihm allmählich die Zeit davonläuft.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 2 von 5 Bs Die karge schwedische Landschaft und die Sprödigkeit der dort lebenden Menschen können einem schon aufs Gemüt schlagen. In „Rabenseelen“ nehmen diese bedrückenden Aspekte einen sehr großen Raum ein und wirken unmittelbar auf die Stimmung des Lesers. Diese Geschichte vereint alles in sich, was wir mit den immer dunklen Wintertagen Schwedens verbinden – sie ist düster, unheilvoll und undurchschaubar. Die Motive der Protagonisten und sämtlicher anderer Charaktere, deren Ängste, Begierden und Wünsche, alles wirkt so fremd und teilweise auch schwer nachvollziehbar für den Leser.

Die Geschichte, die in „Rabenseelen“ erzählt wird, ist an sich eigentlich ganz spannend, doch irgendetwas stört, das richtige Gefühl für das Geschehen mag nicht so recht aufkommen. Das mag teilweise auch an der Zeichnung der Charaktere liegen, mit denen einen so gar nichts zu verbinden scheint – sie sind einem zumeist herzlich gleichgültig. Die vielen fremd klingenden Namen und Orte tun ihr Übriges dazu, dass „Rabenseelen“ doch eher ein Buch ist, das von Anfang bis Ende nicht so recht zu fesseln vermag.

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