Blick in die Ewigkeit

Autor: Dr. med. Eben Alexander
Genre: Erlebnisbericht
Verlag: Ansata
ISBN: 978-3-7787-7477-9
Erscheinungsdatum (D) 04.03.13 Erschienen 2012
Seiten 256
Übersetzung Juliane Molitor

Blick in die Ewigkeit Proof of Heaven

Inhalt

Dr. Eben Alexander ist ein international renommierter Neurochirurg und Gehirnspezialist. Jahrzehnte lang hat er sich mit diesem so speziellen Organ beschäftigt und glaubt, alles darüber zu wissen. Alles, was jenseits des medizinisch Erklärbaren liegt, gibt es für ihn nicht. Nur, was wissenschaftlich belegt ist, ist auch existent. Sein eigenes Leben läuft in geordneten Bahnen, er ist erfolgreich, hat eine liebevolle Familie und kann sich voll und ganz seiner Arbeit widmen. Vielen Menschen hat er schon geholfen, doch er weiß auch genau, wo seine Grenzen liegen.
Doch eines Tages wird alles, was er bisher glaubte zu wissen und was er glaubte verneinen zu können, über Bord geworfen. Völlig unerwartet erkrankt er an einer seltenen und äußerst schwerwiegenden Hirnhautentzündung, fällt innerhalb kürzester Zeit ins Koma, und seine Gehirnfunktionen versagen Stück für Stück ihren Dienst. Schon bald ist es für alle klar: Das wird er nicht überleben. Doch wider Erwarten wacht er nach sieben Tagen auf und ist innerhalb von ein paar Tagen so gut wie wieder hergestellt. Ein wahres Wunder. Ein viel größeres Wunder jedoch ist das, was er zu berichten hat: Trotz des Totalausfalls seines Gehirns hatte er intensive Nahtoderlebnisse und sieht sich von nun an berufen, der Welt mitzuteilen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, ein Leben, das noch so viel schöner ist, als wir es uns jemals vorstellen können...

Buchkritik von Angelika  Koch

Der Titel des Klappentextes lautet: „Der Beweis für ein Leben nach dem Tod“. Das Wort „Beweis“ jedoch stößt sauer auf. Obwohl man als Leser glauben kann, dass das von Dr. Alexander Erlebte für ihn tatsächlich so stattfand, tut man sich schwer, das was er erzählt, als Beweis zu akzeptieren. Im Laufe der Menschheitsgeschichte gab und gibt es so unzählig viele Erklärungsversuche für unsere Existenz, deren Sinn und dem angeblichen Leben nach dem Tod, so viele Glaubensrichtungen, so viele Erlebnisberichte und so viele Gruppierungen, die sich alle absolut sicher sind, die einzig wahre Offenbarung gefunden zu haben, dass man bei der Lektüre dieses Buches dazu neigt zu denken, dass auch das nur wieder ein netter Versuch bleibt, uns eine plausible Erklärung zu liefern.
Wir Menschen sehnen uns danach, herauszufinden, warum wir hier sind, was wir hier zum Henker eigentlich tun, wer uns erschaffen hat oder auch nicht und wohin die Reise gehen soll, und dieses Sehnen wird seit Jahrtausenden mannigfach durch ebensolche Berichte vermeintlich gestillt. Fakt ist und bleibt jedoch: Niemand weiß es. Und auch Eben Alexander liefert hier nichts Neues, auch wenn er denkt, dass er mit seinen Berichten die Menschheitsgeschichte revolutionieren könnte, da ist er aber bei Gott nicht der Erste und ganz sicher auch nicht der Letzte. Was jedoch interessant bleibt und auch bei seinem Buch anders ist: Als Gehirnspezialist kann er alles Mögliche ausschließen, was man ihm als Grund für seine Erlebnisse unterjubeln möchte. Im Anhang befindet sich eine detaillierte medizinische Analyse. Für jemanden, der Ahnung davon hat, sicherlich nicht ganz uninteressant.
Trotzdem – summa summarum – der Leser bleibt mit vielen Fragezeichen zurück, wie immer. Wir sollten uns vielleicht endlich damit abfinden, dass es keine ultimative Antwort auf all unsere Fragen gibt und dass auch ein „Blick in die Ewigkeit“ eine sehr subjektive Angelegenheit bleibt.

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen