Der Novembermörder

Den krossade

Der Novembermörder

Autor Helene Tursten Genre Krimi
Verlag Bertelsmann
ISBN 007623 (Buch-Nr.)
Übersetzung Christel Hildebrandt Erscheinungsdatum (D) 2000   
Erschienen 2000  Seiten 544

Inhalt

Richard von Knecht, der reichste Mann Göteborgs stürzt an einem regnerischen Novembertag vom Balkon seines Hauses in den Tod, fast direkt vor sie Füße seiner Frau Sylvia und seines Sohns Henrik. Drei Tage später wird auch noch das Haus, in dem von Knecht sein Büro hatte, in die Luft gesprengt.

Ein äußerst mysteriöser Fall, der dem Team von Kommissar Andersson zugeteilt wird. Inspektorin Irene Huss, in den Vierzigern und Trägerin des schwarzen Jiu-Jitsu Gürtels, eine äußerst erfahrene Polizistin, wird damit betraut, sich im privaten Umfeld von Knechts umzusehen. Hier stößt sie bald auf einige Ungereimtheiten. Die Rolle Sylvia von Knechts in diesem Mordfall ist äußerst unklar und Sohn Henrik, verheiratet mit einem ehemaligen Fotomodell, scheint auch nicht ganz koscher zu sein. Als bekannt wird, dass Henrik´s Frau schwanger ist, bekommt seine Mutter einen Nervenzusammenbruch. Äußerst seltsame Familienverhältnisse, so findet Irene Huss, deren Nachforschungen von der Familie von Knecht nicht gerade unterstützt werden, man verbittet sich im Gegenteil die Neugier der Polizei.

Erst als ein zweiter Mord passiert, kommt neuer Schwung in die Ermittlungen.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 2 von 5 Bs Der erste Fall für Inspektorin Irene Huss, die vollmundig als "würdiges weibliches Gegenstück zu den Kurt-Wallander-Romanen von Henning Mankell" bezeichnet wird. Ein doch sehr gewagter Vergleich! Wo Wallander ganz eindeutig der etwas düstere, exzentrische Anti-Held ist, ist bei Irene Huss doch eher alles im grünen Bereich. Glücklich verheiratet, zwei halbwüchsige Töchter, relativ geregeltes Familienleben, sportlich und eigentlich ziemlich zufrieden mit ihrem Leben, so kommt sie daher. Eine resolute Polizistin, die es gewohnt ist, ihr Leben in die Hand zu nehmen – durchaus sympathisch, aber eben kein weiblicher Wallander.

Dieser erste Fall von Irene Huss lässt es allerdings etwas an Spannung fehlen. Gut durchdacht und konstruiert aber trotzdem etwas fad. Was aber auch stückweise an der Übersetzung liegen mag. Manchmal kann man sich beim Lesen nicht des Gefühls erwehren, dass beim Übersetzen einige Fehler unterlaufen sind – einige Passagen hören sich doch etwas holprig und unbeholfen an. Wir werden sehen, wie sich die anderen Irene-Huss-Romane so machen werden...

Wissenswertes

Die Irene-Huss-Reihe umfasst folgende Romane:

Bd.1:
Der Novembermörder
Bd.2:
Der zweite Mord
Bd.3:
Die Tätowierung
Bd.4:
Tod im Pfarrhaus
Bd.5:
Die Frau im Fahrstuhl
Bd.6:
Der erste Verdacht
Bd.7:
Feuertanz

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