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Die Ertrunkene
Den drunknade
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Autor
Therese Bohman
Genre Thriller
Verlag Kindler ISBN 978-3-463-40622-0 Übersetzung Ursel Allenstein Erscheinungsdatum (D) 22.07.12 Erschienen 2010 Seiten 224 |
Inhalt
Die Kunststudentin Marina verbringt ein paar hochsommerlich heiße Tage bei ihrer Schwester Stella und deren Mann Gabriel auf dem Land. Eine für Schweden ungewöhnliche Hitze lastet auf dem Haus, das von einem üppig blühenden Garten umgeben ist. Von Anfang an merkt Marina, dass eine seltsame Spannung zwischen ihrer Schwester und deren Ehemann, den Marina zum ersten Mal sieht, herrscht. Gabriel, ein berühmter Schriftsteller, sucht auf auffällige Art und Weise Marinas Nähe, wohingegen die wunderschöne Stella eher distanziert ist und zudem seltsam bedrückt wirkt.
Beim Baden entdeckt Marina verdächtige Brandwunden an Stellas Körper, die sie nicht plausibel erklären kann. Marina spürt, dass hier etwas nicht stimmt, was sie aber nicht davon abhält sich auf Gabriels Annäherungsversuche einzulassen. Als sie schließlich das Haus ihrer Schwester wieder verlässt, ahnt sie nichts von der Katastrophe, die sich anbahnt…
Buchkritik von Stefanie Rufle
Ein bedrückend heißer Sommer, drei Menschen, die auf engem Raum Zeit miteinander verbringen, geheimnisvolle Andeutungen eines dunklen Geheimnisses: Dieser Psychothriller vereint alle nötigen Attribute, um packende Spannung zu erzeugen. Obwohl von Anfang an klar ist, dass alles auf eine Katastrophe zusteuert und man ahnt, welcher der Protagonisten hier ein falsches Spiel treibt, kann man doch nicht anders, als fasziniert dieser morbiden Geschichte zu folgen. Es gelingt Therese Bohman von der ersten Seite an, Spannung zu erzeugen, den Leser in einen Sog aus dunkler Obsession, vager Andeutungen und unheilvoller Ahnungen zu ziehen, dem er nicht mehr entfliehen kann.
Diese Dreiecksbeziehung fasziniert und stößt zugleich ab, so verwerflich alles erscheint, so zwingend notwendig muss es scheinbar geschehen. Es gelingt der Autorin, den Leser mit vagen Andeutungen des sich anbahnenden Unglücks in permanenter Hochspannung zu halten, so dass kaum Raum zum Luftholen bleibt.
Therese Bohman hat mit „Die Ertrunkene“ einen stimmungsvollen und grandios erzählten Debütroman abgeliefert – am Ende des Buches wünscht man sich nur eines: immer weiterlesen zu können.
