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Sarg niemals nie
A Night of Blacker Darkness
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Autor
Dan Wells
Genre Roman
Verlag Piper ISBN 978-3-492268-837 Übersetzung Jürgen Langowski Erscheinungsdatum (D) 16.04.12 Erschienen folgt Seiten 320 |
Inhalt
1817 – Frederick Whithers sitzt wegen Urkundenfälschung im Londoner Gefängnis. Derzeit sterben die Menschen an der Schwindsucht wie die Fliegen, und auch seinen Zellennachbarn rafft es dahin. Just an diesem Tage, als gerade der Leichenbestatter da ist, erfährt Frederick, dass es für ihn mehr als dringlich ist, aus dem Gefängnis zu entkommen. Der Grund: Der Mann, der Gegenstand seiner Fälschungen war, ist gestorben. Als vermeintlicher Neffe könnte Frederick nun eine recht üppige Erbschaft antreten. Kurzerhand trifft er mit dem Leichenbestatter eine Vereinbarung und lässt sich von diesem in einem Sarg in die Freiheit verfrachten. Freiheit bedeutet aber nun, dass er erst auf dem Friedhof dem Sarg entsteigen darf. Das wiederum führt dazu, dass drei Vampire ihn für den „Erhabenen“ halten und ihm zu Diensten sein wollen. John hat jedoch nur im Sinn, so schnell wie möglich an das Erbe zu kommen, und eine mehr als verrückte Reise beginnt für ihn, in deren Verlauf er äußerst interessante Menschen kennenlernt, Leichen hin und her verfrachtet, von einem Vampirjäger verfolgt wird und vergebens versucht, die drei treuen Vampire wieder loszuwerden. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz, kommt er seinem Ziel immer näher, wird jedoch in immer verworrenere Geschichten verstrickt …..
Buchkritik von Angelika Koch
Auch bei diesem Buch von Dan Wells ist der Verlag Piper erfreulicherweise seiner bisherigen Gestaltung des Covers und der Seiten treu geblieben (mal abgesehen davon, dass die Übersetzung des Buchtitels doch ein bisschen seltsam ist und auch gleich im Klappentext ein inhaltlicher Fehler zu finden ist). Nicht treu geblieben hingegen ist sich Dan Wells mit der Wahl des Genres und dem Inhalt des Buches. Doch nach erfolgter Lektüre des Romans stellt sich auch dies als erfreulich heraus. Nach vier erfolgreichen Thrillern traut sich Wells daran, es mit einer skurrilen Geschichte zu versuchen, die vor schwarzem Humor nur so trieft und die so herrlich verquer ist, dass man aus dem Schmunzeln nicht mehr herauskommt. Vorstellbar ist, dass der Autor selbst schlaflose Nächte hatte, weil er nicht wissen konnte, ob seine Fangemeinde von ihm anderes erwartet hätte. Aber für diejenigen, die bereit sind, einem Autor das zuzugestehen und die sich auch auf Geschichten einlassen können, die über das Übliche hinausgehen, ist dieser Plot ein herrlicher Spaß. Die Protagonisten sind hinreißend, sie begegnen Frederick Whithers und dem Leser als bekannte Autoren dieser Zeit, die Vampire so vortrefflich unterwürfig, seine Freunde so herrlich skurril, die Kulisse so makaber und der Verlauf der Ereignisse so überraschend und abwechselnd, dass dieses Buch nicht auf einer Seite langweilig wird. Bis zum Schluss kann der Leser dabei bleiben, daneben stehen und mit ansehen und dabei so manche Lachträne vergießen. Es ist wirklich bewundernswert, wie Dan Wells es schafft, zwischen den Genres zu wechseln, ohne seine Einmaligkeit und Glaubwürdigkeit zu verlieren. Einfach ein durch und durch gelungener Lesespaß!
