Pink Christmas - Etwas andere Weihnachtsgeschichten

Pink Christmas - Etwas andere Weihnachtsgeschichten

Autor Thomas Ays, A. Bauer, Alexandros Chakiris, J. Dankert, Marc Förster, M. Hart, Florian Höltgen, A. Leuning, Justin C. Skylark, Kai Steiner, S. A. Urban Genre Kurzgeschichten
Verlag Himmelstürmer
ISBN 9-783-86361-046-0
Erscheinungsdatum (D) 14.10.11   Seiten 247

Inhalt

„Pink Christmas - Etwas andere Weihnachtsgeschichten“ ist ein Kurzgeschichtenband, den der Himmelstürmer-Verlag Ende 2011 zusammen mit einigen ausgewählten Autoren des Verlags veröffentlicht. Darin zu finden sind zwölf Kurzgeschichten, die alle zur Weihnachtszeit spielen.

Inhalt:
- „Weihnachtsfieber“ von Florian Höltgen
- „Mein Weihnachtsmann“ von Justin C. Skylark
- „W a s a b i“ von Kai Steiner
- “Burgunder” von Kai Steiner
- “Jakubs erstes Weihnachten” von Thomas Ays
- „Von Freundschaft und Liebe“ von M. Hart
- „Merry Christmas mit den Kölner Jungs“ von Marc Förster
- „Süßer die Glocken nie klingen…“ von J. Dankert
- „Sex on the Beach“ von A. Bauer
- “Zerbrochene Blüten” von Alexandros Chakiris
- “Amutilla” von A. Leuning
- “Man weiß ja nie, wie der Tag noch endet…“ von S. A. Urban

Buchkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Bs Kurz vor Weihnachten 2011 brachte der Himmelstürmer-Verlag mit „Pink Christmas“ einen Kurzgeschichtenband heraus, in dem ausgewählte Autoren des Verlags zwölf weihnachtliche Geschichten der etwas anderen Art präsentieren. Schon das Cover verrät dabei, dass der Untertitel „Etwas andere Weihnachtsgeschichten“ nicht all zu weit hergeholt ist. Bestechen andere Weihnachtsgeschichten zumeist durch einen moralisch-besinnlichen Ansatz, liegt der Schwerpunkt bei „Pink Christmas“ innerhalb der meisten Kurzgeschichten eher auf „sinnlich“. Nicht immer, aber häufig geht es auf den insgesamt 247 Seiten überaus heiß und turbulent zur Sache. Einige der Autoren haben sich für den Kurzgeschichtenband wahrlich feurige Storys ausgedacht, die zur kalten Jahreszeit ordentlich einheizen. Oft hat das tatsächlich seinen Reiz und lässt die Fantasie kurz vor Weihnachten verrücktspielen, manchmal geht der Schuss jedoch auch nach hinten los – in etwa wenn Justin C. Skylark seine Hauptfigur mit dem waschechten Weihnachtsmann ins Bett steigen lässt, was zur besinnlichen Jahreszeit eher geschmacklos anmutet. Da kommt die Kurzgeschichte „Jakubs erstes Weihnachten“ von Thomas Ays kurze Zeit später genau richtig, um einen angenehmen Ausgleich zu schaffen. Fernab jeglicher sexueller Phantasien steuert Ays „Pink Christmas“ die berührendste und trotz aller Traurigkeit doch weihnachtlichste Kurzgeschichte bei. Auch Autor Kai Steiner schafft es mit dem ernsten Tonfall seiner beiden Geschichten zu überzeugen. Weihnachten ist eben nicht immer und nicht überall das Fest der Liebe, was Steiner mit zwei packenden Geschichten gut herausarbeitet.

Die sehr unterschiedlichen Geschichten und auch die sehr unterschiedlichen Schreibstile machen auf der einen Seite den Reiz von „Pink Christmas“ aus, strengen auf der anderen Seite jedoch auch gehörig an. Die Qualität der Texte variiert nicht nur inhaltlich stark, sondern auch stilistisch. Bei so manchem Autor fragt man sich schließlich doch, wie es ihm überhaupt gelungen ist, mit seiner Geschichte einen Platz in dem Band zu finden. Talentierte und weniger talentierte Autoren geben sich hier die Klinke in die Hand. Wer bereit ist, das Risiko einzugehen, kann hier jedoch durchaus auf den ein oder anderen talentierten Autor und auf drei, vier wirklich tolle Kurzgeschichten stoßen.

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