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Kommende Buchkritiken
Der Chocolatier
Daalder
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Autor
Philibert Schogt
Genre Roman
Verlag List ISBN 3-548-60495-1 Übersetzung Barbara Heller Erscheinungsdatum (D) 2003 Erschienen 2002 Seiten 348 |
Inhalt
„Ich schmecke, also bin ich.“ - Schon als Kind erkennt Joop Daalder, dass sein Geschmackssinn feiner ist, als der seiner Familie. Die übrigen Daalders habe ihr Talent eher in der Musik und auch die Literatur und Kunstgeschichte werden großgeschrieben. Essen ist ein notwendiges Übel und genau so kocht Joops Mutter auch. Geschmacklicher Einheitsbrei ohne Finesse. Joop interessiert sich nicht im Mindesten für Noten und ist gänzlich unmusikalisch. Bereits früh ist er so der Außenseiter der Familie.
Eher um seinen Eltern einen Gefallen zu tun, entscheidet er sich nach der Schule für ein Studium der Kunstgeschichte. Auf einer Studienreise nach Frankreich soll er dann seine persönliche geschmackliche Offenbarung erleben: Beim Genuss einer Praline in der Chocolaterie von Jerome Sorel. Noch nie hatte Joop ein Geschmackserlebnis dieser Art. Kurz entschlossen bricht er sein Studium ab, um bei Sorel in die Lehre zu gehen. Endlich fühlt Joop, dass er auf dem richtigen Weg ist. Ein Weg, der ihn bis nach Kanada und in die eigene Chocolaterie führen soll.
Buchkritik von Melanie Frommholz
Philibert Schogt hat mit Joop Daalder eine Figur geschaffen, die polarisiert. Zum einen ist Joop einem sympathisch und man freut sich mit ihm über die kleinsten Erfolgserlebnisse. Auf der anderen Seite ärgert man sich über den älteren Joop, der durch seinen rücksichtslosen Kampf für den guten Geschmack alle Leute und besonders seine Familie, vor den Kopf stößt. Der „Tyrann“ Daalder ist einem alles andere als sympathisch.
In jedem Fall hat es Schogt geschafft, dass sein Buch nicht nur „konsumiert“, sondern emotional miterlebt wird. In kleinen „mundgerechten“ Kapiteln erzählt er kurzweilig und humorig die Lebensgeschichte des egozentrischen, eigenwilligen Chocolatiers, der eigentlich nur Eines will: Der Welt den guten Geschmack lehren.
