Heldenzorn

Heldenzorn

Autor Jonas Wolf Genre Fantasy
Verlag Piper
ISBN 9783492268691
Erscheinungsdatum (D) 16.07.12   
Erschienen 2012  Seiten 384

Inhalt

Die freien Barbaren der Steppe wehren sich seit jeher gegen die Unterjochung durch das mächtige Imperium des Dominum. Ein scheinbar aufsichtsloser Kampf. Nachdem sein Stamm von den harten Kämpfern des Dominum ausgelöscht wurde, wächst der Junge Teriasch bei der Schamanin Pukemasu auf. Teriasch ist ein guter Schüler, denn auch er trägt die Gabe in sich, mit der Welt der Geister in Kontakt zu treten. Doch der Arm des Dominus ist lang und sein Bedarf an Sklaven ist groß, und so fangen die Häscher des Weltreiches Teriasch eines Tage und verschleppen ihn in die Hauptstadt des Reiches. Hier erlebt er die unwürdigen und grausamen Bedingungen, unter denen ein Sklave zu leben hat. Doch Teriasch gewinnt auch Freunde. Der vorlaute Halbling und Dieb Rukabo wird sein Freund und die schöne Julanesca erobert sein Herz. Doch es wartet noch eine Aufgabe auf Teriasch. Die Gabe der Geister wurde ihm nicht umsonst gegeben, sie macht ihn zum Hoffnungsträger für alle, die unter dem Joch der Knechtschaft leiden. Aber wird Teriasch die richtige Entscheidung treffen oder nun seine eigene Haut retten?

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 4 von 5 Bs Nach „Heldenwinter“ präsentiert Jonas Wolf mit „Heldenzorn“ seinen zweiten Roman aus der Welt des Skaldat, der aber nicht auf dem Erstling aufbaut. Erneut preisen markige Worte das Buch als „großes Abenteuer der Halblinge“ an und versuchen damit, die Tolkien-Fans anzusprechen. Ein Etikettenschwindel, den Wolfs Geschichte nicht nötig hätte und der ärgerlich ist. Die Halblinge von Jonas Wolf tragen nur bedingt tolkiensche Züge und spielen auch in „Heldenzorn“ nur eine Nebenrolle. Zwar ist Rukabo ein wirklich lustiger und amüsanter Zeitgenosse, der eigentliche Held der Geschichte ist er jedoch nicht. Im Zentrum des Buches steht Teriasch, der wieder ein interessanter Charakter geworden ist.
„Heldenzorn“ präsentiert sich als kurzweilige und flotte Mischung aus fiktionalem, historischem Abenteuer und Fantasyelementen, die man gerne liest. Bald hat Jonas Wolf einen mit seiner Story gepackt und man verfolgt Teriaschs Weg gebannt. „Heldenzorn“ macht einen in sich stimmigeren Eindruck als Wolfs erstes Buch, auch wenn immer noch Luft für Steigerungen bleibt. Auch die Nebenfiguren sind diesmal liebevoller und weniger stereotyp gezeichnet. Die Ideengeber, bei denen sich Jonas Wolf für seine Geschichte bedient hat, sind diesmal andere als in „Heldenwinter“, doch genauso unverkennbar. Das Römische Reich mit seiner dekadenten Herrscherkaste stand diesmal Pate und auch beim „letzten Mohikaner“ hat sich Jonas Wolf einiges abgeschaut, wie er im Nachwort auch erläutert. Man hat dennoch nicht das Gefühl einer Handlung zu folgen, die man schon dutzendfach an anderer Stelle gelesen hat und auch wenn aus dem Ende, gerade in punkto Unvorhersehbarkeit, sicherlich noch mehr herauszuholen gewesen wäre, ist das historische Fantasypäckchen, das Jonas Wolf diesmal geschnürt hat, insgesamt wirklich lesenswert geworden.

Wissenswertes

Die Abenteuer aus der Welt des Skladat umfassen folgende Bände:

Heldenwinter
Heldenzorn

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Kommentare


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der böse Och schreibt am 02.11.12, 20:18
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