Schwarze Blumen

Black Flowers

Schwarze Blumen

Autor Steve Mosby Genre Thriller
Verlag Droemer
ISBN 978-3426199275
Übersetzung Eberhard Kreutzer Erscheinungsdatum (D) 03.02.12   
Erschienen 2011  Seiten 400

Inhalt

Auf der Promenade des Örtchens Whitkirk steht einsam und verlassen ein kleines Mädchen, bekleidet mit dreckigen, altmodischen Kleidern und mit einer großen, alten Damenhandtasche in der Hand. Eine Passantin ruft die Polizei und das Mädchen erzählt dem Polizisten eine haarsträubende, traurige Geschichte. Sie sei ihrem Vater davongelaufen, der Frauen und Kinder entführe und in einem abgelegenen Gehöft zu Tode quäle. In der Handtasche befindet sich eine getrocknete, schwarze Blume, in die ihr Vater die Menschen laut ihrer Aussage verwandelt...
Jahrzehnte später findet der junge Schriftsteller Neil Dawson in den Vermächtnissen seines Vaters, der sich angeblich das Leben genommen hat, ein kleines, zerfleddertes Büchlein mit dem Namen „Die schwarze Blume“. Zuerst beachtet er dieses Büchlein gar nicht, aber als er mit der Zeit feststellt, dass sich um den Tod seines Vaters noch Ungereimtheiten ranken, kommt es ihm wieder in den Sinn. Als er die Geschichte liest und gleichzeitig auf immer mehr Menschen trifft, die seinen Vater und diese Geschichte kennen, wird ihm immer klarer, dass es sich bei diesem Roman vielleicht doch nicht um eine erfundene Geschichte um eine kleines Mädchen handelt, das auf der Promenade von Whitkirk auftauchte, sondern um eine wahre Begebenheit. Doch wie war sein Vater, selbst Schriftsteller, in diese Geschichte verstrickt, was hat sein Tod damit zu tun? Je länger Dawson recherchiert, umso unglaublicher, verworrener und gefährlicher wird die Geschichte um das kleine Mädchen, den Schriftsteller des Buches und seinen eigenen Vater. Noch ehe Dawson es begreift, steckt auch er mitten im Strudel der Ereignisse …..

Buchkritik von Angelika Koch

Angelika vergibt 5 von 5 Bs Diese Geschichte des Jungautors Steve Mosby hat zwei ganz klare Stärken: Zum einen ist der Plot selbst so stark, dass der Autor sich blutrünstige Details und schaurige Folterszenen sparen kann, dabei trotzdem aber eine vor Spannung knisternde Atmosphäre schafft. Zum anderen gelingt dem Autor der Spagat zwischen zwei Erzählsträngen, die auch noch Jahrzehnte auseinander liegen, ohne dass irgendwelche Unklarheiten oder Logikfehler bleiben. Der Leser kann bis zum Ende den Hintergrund zwar nicht verstehen, verliert aber dank der schlüssigen Erzählkunst des Autors nie den roten Faden und kann sich somit Stück für Stück auf die äußerst spannende Entschlüsselung der an und für sich verworrenen Geschichte konzentrieren. Die Protagonisten sind sehr lebendig, ohne dass Mosby dabei auf langweilige Details eingehen muss, die Geschichte selbst ein Meisterwerk der Spannung und der Plot schlüssig und logisch. Vor allem ist es für jeden Fan des Thriller-Genres mehr als erfreulich, dass die Auflösung wirklich erst ganz am Schluss erfolgt und man deswegen das Buch eigentlich in einem Rutsch durchlesen möchte. Dies ist definitiv einer dieser Thriller, die diesem Genre alle Ehre machen. Der Autor Steve Mosby sollte von den Lesern definitiv im Auge behalten werden, denn der studierte Philosoph hat mit Sicherheit noch einiges in Petto für die Gestaltung spannungsgeladener, niveauvoller Lesestunden.

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