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Das Skript

Das Skript

Autor Arno Strobel Genre Thriller
Verlag S.Fischer
ISBN 978-3-596-19103-1
Erscheinungsdatum (D) 19.01.12   Seiten 391

Inhalt

Der Studentin Nina Hartmann wird per Post ein Päckchen mit grausigem Inhalt zugestellt: Es handelt sich um einige wenige Zeilen, die offensichtlich auf Menschenhaut geschrieben sind. Andrea Matthiessen und Stephan Erdmann, die beiden hinzugezogenen Ermittler der Hamburger Polizei finden heraus, dass in einem Roman des früheren Bestsellerautors Christoph Jahn ein Serienkiller sein Unwesen treibt, der jungen Frauen die Haut vom Körper schneidet. Dieser Serienkiller in Jahns Roman schreibt auf der Haut der Frauen den Anfang seines eigenen Romans, der von sämtlichen Verlagen abgelehnt wurde. Eine mehr als sonderbare Übereinstimmung also, die Christoph Jahn in den Fokus der Ermittler rücken lässt. Als sich herausstellt, dass Jahn zuvor in Köln gelebt hat, wo ebenfalls ein Mord nach Vorbild einer seiner Romane verübt wurde, wird er schnell zum Hauptverdächtigen.

Bald schon wird klar, dass die Haut aus dem Päckchen von Heike Kleenkamp stammt, der Tochter des Herausgebers einer der größten Hamburger Tageszeitungen. Dann verschwindet Nina Hartmann spurlos, und es zeigen sich weitere Übereinstimmungen mit Jahns Roman. Matthiessen und Erdmann läuft die Zeit davon, denn laut Romanvorlage hat zumindest eine der verschwundenen Frauen nicht mehr lange zu leben…

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Die Geschichte, die Arno Strobel in seinem dritten Roman „Das Skript“ erzählt, wirkt von der ersten Seite an etwas zu sehr konstruiert, um wirklich glaubhaft zu sein. Zu vieles ist nicht ganz logisch, was zur Folge hat, dass vor allem die Handlungsweise der Ermittler nicht durchgängig nachvollziehbar ist. Da wird ein Roman als Vorlage für eine Mordserie genommen, aber anstatt daraufhin diesen Roman schleunigst als Grundlage für die Ermittlungen zu nutzen, ist man auf eine Entführung, die in genau diesem Roman beschrieben wird, bei der Polizei nicht vorbereitet. Das ist einfach nicht glaubhaft! Auch wenn Arno Strobel auch in diesem Thriller wieder beweist, dass er die Fähigkeit besitzt, Spannung zu erzeugen, ist die Handlung zu vorhersehbar und streckenweise Klischee beladen. Gerade die Geschichte um die beiden Ermittler hat wenig Neues zu bieten und ist zu glatt und harmonisch geraten.

Doch trotz dieser Kritikpunkte gelingt es Strobel am Ende, den Leser aufs Glatteis zu führen und ihn mit einem wirklich unerwarteten Schluss zu überraschen. Auch die Zeichnung der Charaktere ist dem Autor sehr gut gelungen. Vor allem seine Schilderung des Entführungsopfers und dessen allmählichem Realitätsverlust überzeugt und berührt gleichermaßen.
„Das Skript“ ist ein Thriller, dem es leider an Überzeugungskraft und Spannung fehlt, der aber durch seine psychologischen Finessen wieder einige Pluspunkte einfahren kann.

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Kommentare


Kommentare

Fabian schreibt am 22.02.12, 00:09
Ich war sehr enttäusch
t davon. mit psychothriller hat es recht wenig zu tun. eher von kriminalroman. 80% sind verhöre und der eigentliche thriller gerät in den hintergrund. schade ums geld :'(
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