Das Buch von Ascalon

Das Buch von Ascalon

Autor Michael Peinkofer Genre Historischer Roman
Verlag Bastei Lübbe
ISBN 978-3785724323
Erscheinungsdatum (D) 14.10.11   Seiten 848

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 1096 nach Christi. Die Straßen von London sind das Revier des Diebs Conwulf. Insgeheim träumt der junge Mann von einer glücklichen Zukunft mit seiner Geliebten Nia. Doch dann wird diese brutal vergewaltigt und stirbt wenig später. Conns Welt ist aus den Fugen, zumal er zufällig Zeuge wird, wie Nias Mörder einen finsteren Mordkomplott gehen den englischen Thron schmiedet. Conwulf muss fortan auch um sein eigenen Leben fürchten und schließt sich daher dem Kreuzzug an, der zur Befreiung Jerusalems von den Ungläubigen auszieht. Zur gleichen Zeit zerbricht auch die Welt der jüdischen Kaufmannstochter Chaya. Zusammen mit ihrem Vater ist sie gezwungen, ihre Heimat Köln zu verlassen, als die Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung immer hässlichere Züge annehmen. Noch ahnt sie nicht, dass ihr Vater eine gefährliche Fracht bei sich trägt: das Buch von Ascalon. In ihm wurde einst Wissen niedergeschrieben, das das Antlitz der Erde für immer verändern könnte.

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 3 von 5 Bs Mit seiner „Ork“-Trilogie und den drei „Zauberer“-Büchern hat sich der deutsche Autor Michael Peinkofer insbesondere in der Fantasy-Gemeinde einen Namen gemacht. Doch nicht nur den fantastischen Geschichten gehört seine Leidenschaft, sondern auch den historischen Stoffen. Mit „Das Buch von Ascalon“ begibt er sich in die Zeit der Kreuzzüge. Eine Zeit, als vor den Toren von Jerusalem die Religionen die Vorherrschaft auf heiligem Boden in blutigen Kämpfen ausfochten. Eine spannende Epoche, wie geschaffen für eine Geschichte voller Heldenmut, böser Intrigen und einem Hauch Mystizismus. Peinkofer ist ein routinierter Schreiber und so liest sich „Das Buch von Ascalon“, wie alle seine Bücher, flüssig und leicht. Seine Geschichte hat alle Zutaten für ein fesselndes Lesevergnügen. Wackere Helden, mutige Frauen, treue Freunde und finstere Bösewichte – „Das Buch von Ascalon“ bietet sie alle auf, doch auch wenn man sich den Stoff durchweg gut als Grundlage für einen packenden Historien-Action-Film vorstellen kann, kommt beim Lesen nicht durchweg die richtige, einen in die Tiefe der Ereignisse ziehende, Atmosphäre auf. Dafür entwickelt sich alles zu vorhersehbar und entlang eines roten Fadens, der nur wenig Überraschendes bereithält. Früh gibt der Rhythmus der Erzählung preis, wohin die Reise gehen wird, und Peinkofer bleibt leider bei der Entwicklung seiner Handlung zu sehr am Reißbrett haften. Seine Figuren sind gut gezeichnet, aber bleiben eben auch immer in der ihnen zugedachten Klischeeecke. Selbst vermeintlich undurchsichtig angedachte Charaktere, wie der Mönch Berengar, sind keineswegs so undurchsichtig, wie sie sein müssten. So bleibt unter dem Strich nur ein durchschnittlicher Eindruck von „Das Buch von Ascalon“.

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