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Schwarzer Schmetterling
Glacé
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Autor
Bernard Minier
Genre Thriller
Verlag Droemer ISBN 978-3-426-19928-2 Übersetzung Thorsten Schmidt Erscheinungsdatum (D) 01.03.12 Erschienen 2011 Seiten 688 |
Inhalt
In Saint-Martin hält der Winter mit dichtem Schneetreiben alles in seiner eisigen Klaue. Frühmorgens fahren zwei Arbeiter mit der Seilbahn zum Wasserkraftwerk hinauf. Auf 2000 Metern Höhe stockt den beiden der Atem: In den schneebedeckten Felsen hängt etwas, das für die beiden wie ein riesiger schwarzer Schmetterling aussieht. Die alarmierte Polizei findet allerdings statt einer menschlichen Leiche den schrecklich zugerichteten Kadaver eines Pferdes. Offensichtlich war hier ein Wahnsinniger am Werk, ein Verdacht der nahe liegt, befindet sich doch hier, inmitten der französischen Pyrenäen, die hermetisch abgeriegelte Psychiatrische Klinik Wargnier für hochgefährliche Straftäter. Doch wie kann es sein, dass am Tatort die DNA-Spuren des hochintelligenten Serienmörders Julian Hirtmann gefunden wurden, der seit Jahren im Hochsicherheitstrakt der Anstalt sitzt?
Während Commandat Servaz zusammen mit seiner Kollegin Capitaine Ziegler die Ermittlungen aufnimmt, macht sich die Anstaltspsychologin Diane Berg mit ihrem neuen Arbeitsfeld in der Klinik Wargnier vertraut – und stößt auf einige Ungereimtheiten. Offenbar werden die sieben hochgradig gefährlichen Insassen des Hochsicherheitstraktes mit einem Medikamentencocktail behandelt, der einen ausgewachsenen Elefanten töten könnte. Doch keiner der Angestellten ist bereit, Diane Auskunft zu geben, weshalb sie auf eigene Faust Nachforschungen anstellt. Als im Dorf ein Mord geschieht, der nur der Beginn einer sorgfältig inszenierten Mordserie ist, gerät das Institut Wargnier mehr und mehr in den Fokus der Ermittlungen…
Buchkritik von Stefanie Rufle
In seinem Debütroman „Schwarzer Schmetterling“ macht der französische Autor Bernard Minier eines von der ersten Seite an deutlich: Hier bekommt man es mit einem finsteren und atmosphärisch dichten Thriller zu tun, der Gänsehaut erzeugen wird. Schauplatz ist ein einsamer Ort in den Pyrenäen mit einer hermetisch abgeriegelten psychiatrischen Klinik für hochgefährliche und als nicht therapierbare geltende Straftäter. Unheimlicher geht es ja kaum, vor allem, wenn hier plötzlich eine junge und unerfahrene Psychologin auftaucht, die viel zu viele Fragen stellt. Es gelingt Minier vom ersten Moment an, eine Atmosphäre der latenten Bedrohung aufzubauen, in der vor allem das Unausgesprochene, Geheimgehaltene für Angstschauer sorgt. Dabei sind es weniger die Morde, die beim Leser kaum zu ertragende Spannung auslösen, sondern vielmehr das, was dahinter lauert und zum Sprung bereit ist.
Auch in der Zeichnung seiner Charaktere beweist der Autor ein sicheres Händchen, wird doch schnell klar, dass hier mehr als nur einer die eine oder andere Leiche im Keller hat. Vor allem Martin Servaz und seine neue Kollegin Ziegler faszinieren und lassen am Ende den Hoffnungsschimmer, dass Minier noch weitere Fälle mit den beiden kreieren möge. Bis zum Schluss lässt er den Leser über den wahren Täter und dessen Motive im Ungewissen, was zur Folge hat, dass die Nerven zunehmend kurz vor dem Zerreißen stehen.
„Schwarzer Schmetterling“ ist ein aufregendes und durch und durch packendes Debüt geworden, das einen gespannt auf mehr Thrillerkost von Bernard Minier hoffen lässt.
Wissenswertes
Für seinen Debütroman "Schwarzer Schmetterling" wurde Bernard Minier mit dem renommierten Prix Polar 2011 ausgezeichnet.
