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Kommende Buchkritiken
Zerstörte Seelen
The Soul Collectors
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Autor
Chris Mooney
Genre Thriller
Verlag rororo ISBN 978-3-499-25713-1 Übersetzung Usch Pilz Erscheinungsdatum (D) 01.11.11 Erschienen 2010 Seiten 448 |
Inhalt
Die Ermittlerin Darby Mc Cormick wird vollkommen überraschend an den Schauplatz einer Geiselnahme beordert. Der Geiselnehmer ist der Sohn der Familie selbst, der vor vielen Jahren entführt wurde und nun die Anwesenheit Darbys fordert, die damals selbst in dem Fall ermittelt hatte und bei dem der Junge allen Anstrengungen zum Trotz verschwunden geblieben war. Bis zu diesem Tag. Darby bewaffnet sich bis auf die Zähne, denn die Situation scheint mehr als heikel. Kurz nachdem sie auf dem Schauplatz erscheint, erfährt und sieht sie Unglaubliches, bevor die Situation tatsächlich eskaliert. Sie kann gerade noch ihr eigenes Leben retten, viele sterben jedoch, denn es wurde ein höchst gefährlicher biologischer Kampfstoff eingesetzt. Doch von wem und warum? Mc Cormick darf in diesem Fall nicht mehr ermitteln, doch mit viel List und Tücke schafft sie es, sich wieder einzuklinken. Stück für Stück entblättert sich die grausame Wahrheit und Darby gerät an die Grenzen des Erträglichen. Zunehmend wird klar, dass sie niemandem mehr trauen kann, dass keiner und nichts so ist wie es scheint. Doch trotz aller Widrigkeiten und trotz aller Winkelzüge der Drahtzieher des Übels, kommt sie dem Kern der Sache nah, so nah, dass sie selbst in höchster Gefahr schwebt.
Buchkritik von Angelika Koch
Es ist nicht zu leugnen, dass diese Geschichte zum Zerbersten spannend ist, Herzklopfen verursacht von der ersten Sekunde an und dass es dem Leser schwer fallen dürfte, dieses Buch zur Seite zu legen. Chris Mooney versteht es auch hier wieder, die storyline kompakt aufzuziehen, den Spannungsbogen gekonnt zu halten und somit den Leser an das Buch zu binden. Und doch: Die bis an die Zähne bewaffnete, immer toughe Ermittlerin, die vor dem geistigen Augen stets als Lara Croft durch die Gegend läuft und die Tatsache, dass an Grausamkeiten und Ekeligkeiten geklotzt und nicht gekleckert wird, gibt dem Buch den Status „einfach zu viel“. Das ist schier nicht zu ertragen. Selbst hart gesottene Thrillerleser kommen hier sicherlich an einen Punkt, der einfach nicht überschritten werden sollte, wenn die Qualität des Plots nicht der Blutrünstigkeit geopfert werden soll. Der Autor tobt sich hier komplett aus und lässt uns in Abgründe blicken, die so schlimm sind, dass man als Leser schon aufpassen muss, dass diese Geschichte einem nicht den Tag verdirbt. Es gibt auch bei Thrillern einfach Grenzen, die nicht überschritten werden sollten, ein gewisses Maß an Pietät und Maßhalten. Sonst wird der Leser kein Verlangen verspüren, ein weiteres Buch des Autors zu lesen, außer er hat selbst den Hang zu solchen Abartigkeiten. Schlussendlich bleibt als Fazit nur, dass ein wirklich spannendes Buch durch Effekthascherei an Ernsthaftigkeit und Leservergnügen zu viel verloren hat.

