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Schweig still, mein Mädchen
The Twisted Thread
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Autor
Charlotte Bacon
Genre Krimi
Verlag Piper ISBN 978-3-492-27253-7 Übersetzung Gabriele Weber-Jarić Erscheinungsdatum (D) 01.04.12 Erschienen 2011 Seiten 352 |
Inhalt
An der renommierten Elite-Schule Armitage Academy in Neuengland ist nichts mehr, wie es war, seitdem eine Schülerin tot in ihrem Zimmer aufgefunden wurde. Claire, die kurz vor ihrem College-Abschluss stand, wurde offensichtlich ermordet, und bei der Obduktion wird deutlich, dass das Mädchen erst kürzlich ein Kind zur Welt gebracht haben muss. Doch von dem Baby fehlt jede Spur und auch die Frage, wer der Vater des Kindes ist, steht ungeklärt im Raum. Die junge Aushilfslehrerin Madeline ist nicht die einzige im Kollegium, die sich große Vorwürfe macht, von der Schwangerschaft der Schülerin nichts bemerkt zu haben. Sie muss sich außerdem mit der Tatsache auseinandersetzen, dass auf der Academy eine Geheimorganisation existiert, deren Mitglieder Mitschülerinnen drangsalieren, erpressen und misshandeln.
Sie teilt ihre Beobachtungen dem ermittelnden Lieutenant Matt Corelli mit, der früher selbst die Academy besuchte und sie dann unter ominösen Umständen verlassen musste. Doch fast scheint es so, als sei Madeline die einzige, die bereit ist, mit der Polizei zu kooperieren. Auch Claires arroganter Exfreund Scotty spielt offenbar ein doppeltes Spiel und streitet vehement ab, der Vater des verschwundenen Säuglings zu sein. Die Ermittlungen kommen nur schleppend voran, denn der gute Ruf der Academy soll um jeden Preis gewahrt werden…
Buchkritik von Stefanie Rufle
„Schweig still, mein Mädchen“ ist wieder einmal ein Beispiel dafür, wie ein großartiges Buchcover und ein geschickt gewählter Titel etwas vorgaukeln, was leider nicht erfüllt werden kann. Denn wer die Erwartung hat, hier eine spannende und unheimliche Geschichte präsentiert zu bekommen, wird schnell enttäuscht werden. Ebenso, wie die Ermittlungen in diesem Mordfall, schleppt sich auch die Story dahin, es fehlt ein stimmiger Spannungsbogen und auch auf packende Wendungen wartet man vergebens. Immer wieder schleichen sich ärgerliche Längen ein, die es schwer machen, der Handlung freudig zu folgen. Hinzu kommt, dass es der Autorin nicht gelingen will, die Charaktere so zu entwerfen, dass sie vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden.
Beim einen oder anderen Handlungsstrang muss man sich zudem fragen, warum er von Bacon so detailliert ausgebaut wurde, wenn er mit dem eigentlichen Mordfall kaum etwas zu tun hat. Am Ende entpuppt sich „Schweig still, mein Mädchen“ als wenig spektakulärer Krimi, den man gut und gerne um hundert Seiten hätte kürzen können, ohne dass wirklich wichtige Elemente verloren gegangen wären.
