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Autor
Kate Pepper
Genre Thriller
Verlag rororo ISBN 978-3-499-25530-4 Übersetzung Gabriele Weber-Jaric Erscheinungsdatum (D) 01.04.11 Erschienen 2008 Seiten 333 |
Inhalt
Die Ex-Polizistin Karin ist vom Schicksal schwer getroffen worden, denn vor ein paar Jahren hatte ein Serienkiller ihr das Liebste auf Erden genommen: ihren Mann und ihre kleine Tochter. Zwischenzeitlich ist sie mit ihrem ehemaligen Kollegen Mac verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Sie selbst studiert Psychologie und hat sich somit ein komplett neues Leben aufgebaut. Doch diese Idylle endet jäh, als Macs Eltern ermordet werden. Von den Tätern fehlt jede Spur, man vermutet, dass es sich um einen missglückten Raubüberfall handelt und schlussendlich wird sogar der auf die schiefe Bahn geratene „kleine“ Bruder Macs verdächtigt und inhaftiert. Kaum ist diese Gräueltat geschehen und die Eltern beerdigt, bricht über Karin die nächste Katastrophe herein: Ihr Mann verschwindet spurlos. Auch dieses Entsetzen findet kein Ende, denn kurz darauf wird sein gemietetes Auto im Fluss versenkt gefunden. Alle gehen davon aus, dass er Selbstmord begangen habe. Doch Karin ist sich sicher, dass Mac noch lebt. Von Verwandtschaft und Bekanntschaft schon beinahe für verrückt erklärt, macht sie sich auf die Suche und kommt dabei in einen Strudel unwirklicher Ereignisse, die einen vollkommen irrwitzigen Verlauf nehmen ….
Buchkritik von Angelika Koch
Bis zur Mitte des Buches ist man sich sicher, eine absolute Topstory in den Händen zu halten. Der Plot beginnt spannend und actionreich und die Autorin hat ein überaus großes Talent darin, einfachste Sätze so zu formulieren, dass man als Leser hinter jedem noch so normalen Satz das blanke Grauen erwartet. Dann nimmt die Geschichte eine zugegebenermaßen unerwartete Wende, doch fortan wird sie immer löchriger und unwirklicher. Obwohl die Spannung noch gehalten wird, runzelt der Leser doch immer öfter die Stirn, weil gewisse Dinge einfach nicht so recht zusammenpassen wollen. Das wäre auch noch zu verzeihen, wenn das Ende dann doch so wäre, dass es eine drastische Wende nimmt und somit das ein oder andere Fragezeichen aufgelöst wäre. Dem ist aber nicht so und der Leser bleibt mit dem unguten Gefühl zurück, dass irgendwas doch nicht stimmt, dass das Ende der Geschichte nicht schlüssig ist und dass einfach zu viele Ansätze unaufgelöst bleiben. Hätte Kate Pepper es verstanden, den Spannungsbogen zu halten und nicht so viele lose Enden hinterlassen, wäre die Bezeichnung „Bestseller“ auf dem Cover mehr als gerechtfertigt gewesen. So ist es jedoch extrem schade für den Leser, in dem so hohe Erwartungen geweckt werden, die dann im Endeffekt doch enttäuscht werden. Die Geschichte an und für sich ist im Ansatz gut, verirrt sich aber zu sehr in Unglaubwürdigkeiten und Ungereimtheiten, sodass die Leslust im Großen und Ganzen doch nicht so recht befriedigt wird.
