Drachenelfen

Drachenelfen

Autor Bernhard Hennen Genre Fantasy
Verlag Henye
ISBN 978-3453266582
Erscheinungsdatum (D) 03.10.11   Seiten 1072

Inhalt

Einst schufen die Alben und die Devanthare die Welten Albenmark und Daia. Nangog, die dritte Welt, sollte keinem von ihnen gehören. Sie wurden zu den Göttern ihrer Welten. Die Alben zogen sich zurück und machten die Drachen zu ihren Statthaltern. Die Elfen wurden deren Werkzeuge. Die Devanthare machten die Menschenvölker zum Spielball ihrer Interessen und Machtkämpfe. Doch seit die Menschen mit Hilfe ihrer Götter die Hände nach Nangog ausgestreckt haben, beginnt sich die fragile Balance zwischen den Weltenschöpfern zu verschieben. Eine unheilvolle Prophezeiung lässt die mächtigen Drachen unruhig werden und sie senden ihre Drachenelfen aus, um die dunkle Zukunft zu verändern. In dieser Zeit der Veränderungen sorgt die junge, wilde Elfe Nandalee unter den Drachen für Aufsehen und Unruhe. Durch den Mord an einem Trollprinzen gezwungen, ihr Volk zu verlassen, tritt sie die harte Ausbildung zur Drachenelfe an und stößt durch ihre Unbeherrschtheit bald an die Grenzen der Geduld ihrer Lehrmeister. Während sie verbissen mit den Erwartungen der Himmelsschlangen kämpft, ficht der einfache Bauer Artax einen ganz anderen Kampf. Mit dem Ziel, zu ein wenig Reichtum zu kommen, war er nach Nangog gekommen, doch dann verändert sich sein Leben von einem Tag auf den anderen von Grund auf. Artax wird Zeuge, wie ein Unsterblicher sein Leben verliert, und ein Devanthar zwingt ihn, in dessen Rolle zu schlüpfen. Plötzlich gebietet Artax über unvorstellbare Kräfte. Doch die neue Machtfülle bringt auch Verantwortung und Gefahr mit sich. Schnell findet sich Artax im Ränkespiel der Unsterblichen wieder. Bald stehen Artax und Nandalee im Zentrum sich überschlagender Ereignisse, die das Angesicht der drei Welten für immer verändern werden.

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 5 von 5 Bs Nach fünf „Elfen“-Büchern und der Trilogie „Elfenritter“ hätte man durchaus denken können, Bernhard Hennen hat alles über die drei Welten Albenmark, Nangog und Daia erzählt, doch weit gefehlt. Hennen hat das Potential seiner Grundidee noch nicht ausgeschöpft. Mit „Drachenelfen“ beginnt der deutsche Autor einen neuen Epos rund um sein Lieblingsvolk und geht dabei zu den Anfängen seiner Welten zurück. Auf über 1.000 Seiten eröffnet sich dabei eine neue, packende Geschichte, der man begierig folgt und die keine Minute Gedanken an Langeweile aufkommen lässt. Geschickt spinnt Hennen die Handlung detailreich über mehrere Erzählstränge und eine Fülle von interessanten und gut gezeichneten Haupt- und Nebenfiguren zu einem komplexen Gesamtwerkt, dass reich ist an Höhepunkten und unvorhergesehenen Wendungen. Wie so oft geht es um Macht, Intrigen und große Emotionen. Ein unheilvolles Gemisch, das auch bei Bernhard Hennen der Vorbote von Krieg ist. Der Autor hat das Rad der Fantasy mit „Drachenelfen“ nicht neu erfunden, aber er hat es verstanden, die klassischen Elemente zu einer Geschichte zu bündeln, der man folgen will. Dass eine seiner Hauptfiguren, Artax, genauso so heißt wie das Pferd des Helden Artréju aus Michael Endes Klassiker „Die unendliche Geschichte“ hat man bald vergessen. Bernhard Hennen erweist sich als großer Erzähler, der zwar routiniert aber nie lieblos und in immer neuen Bildern einen packenden Spannungsbogen entwirft, den er immer wieder mit Querverbindungen zwischen seinen Erzählsträngen speist.

Romantische Liebe, unvorhersehbare Götterlaunen, Hass und Rachegelüste:
Bernhard Hennen macht die Emotionen seiner Figuren zum Motor seiner Geschichten und hält sie damit immer ein Stück weit undurchsichtig. Er zeichnet seine Charaktere nicht absolut gut oder böse. Kein Volk scheint ein Patent auf die „richtige“ Seite zu haben. Gerade dieses Spiel mit den Graustufen macht sie alle interessant. Es werden Allianzen geschmiedet, erzwungen und wieder gebrochen. „Drachenelfen“ bleibt so immer dynamisch und abwechslungsreich. Letztlich bietet Bernhard Hennen beim Auftaktband seines neuen Epos all das auf, was eine sehr gute Fantasygeschichte ausmacht und auch wenn man am Ende mitten in der Geschichte zurückgelassen wird, ist das Potential für eine neue große Geschichte aus der Feder des Autors unverkennbar. Wir sind gespannt, wie es mit Nandalee, Gonvalon, und Artax weiter geht.

Wissenswertes

„Drachenelfen“ ist der Auftakt zum neuen Elfen-Epos von Bernhard Hennen.

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