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Kommende Buchkritiken
Verderbnis
Gone
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Autor
Mo Hayder
Genre Thriller
Verlag Goldmann ISBN 978-3-442-31212-2 Übersetzung Rainer Schmidt Erscheinungsdatum (D) 08.02.11 Erschienen 2010 Seiten 448 |
Inhalt
Es ist ein wahrer Albtraum für Rose Bradley: An einem Novemberabend wird auf einem Supermarktplatz vor ihren Augen ihr Wagen gestohlen. Auf dem Rücksitz sitzt Roses elfjährige Tochter Martha. Doch Detective Inspector Jack Caffery beruhigt die panische Mutter, ist er sich doch sicher, dass hier lediglich ein Autodieb am Werk war, der das kleine Mädchen auf dem Rücksitz nicht bemerkt hat. Doch entgegen Inspector Cafferys Voraussagen, taucht Martha nicht wieder auf und kaum hat die Presse Wind von der Sache bekommen, herrscht in dem kleinen Städtchen Frome südlich von Bristol helle Aufregung. Hinzu kommt noch, dass Cafferys Kollegin, die Polizeitaucherin Flea Marley den Verdacht äußert, dass es sich hier nicht um die erste Tat des Entführers handelt, denn in der Vergangenheit wurden bereits zweimal kleine Mädchen in den Autos ihrer Eltern entführt, tauchten aber kurze Zeit später wieder auf. Nicht so Martha…
Der Täter lässt Jack Caffery im Gegenteil wissen, dass er es wieder tun wird. Schnell wird dem Inspector klar, dass er es hier mit einem äußerst gefährlichen Gegner zu tun hat, der der Polizei stets einen Schritt voraus ist. Als dann die vierjährige Emily Costello mit dem Auto ihrer Mutter entführt wird, muss Jack sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass er sowohl Martha als auch Emily nicht mehr lebend sehen wird…
Buchkritik von Stefanie Rufle
Mo Hayder schuf mit ihrer Figur Jack Caffery einen wahrhaft faszinierenden und zugleich schwermütigen Helden. Er, der nie darüber hinwegkam, dass in seiner Kindheit sein älterer Bruder von einem Pädophilen entführt und offensichtlich umgebracht wurde, wird in diesem neuen Fall mit genau dem Trauma seiner Kindheit konfrontiert. Während er verzweifelt versucht, das Leben der kleinen Mädchen zu retten, lässt ihn seine Vergangenheit doch nie los. Bis zum heutigen Tag hofft er, eine Spur seines vermissten Bruders zu finden, um so endlich Ruhe zu finden. Diese finstere Aura, die Jack Caffery umgibt, hält auch den Leser stets gefesselt, ist sie doch in jedem von Cafferys Fällen spürbar und zieht sich wie ein roter Faden durch Hayders Thriller um den melancholischen Ermittler. Hinzu kommt in „Verderbnis“ noch die plötzliche Distanz zwischen Caffery und seiner Kollegin Flea Marley, der er aufgrund einer zufälligen Beobachtung nicht mehr vertrauen kann. Diese Entfremdung zwischen den beiden und das Geheimnis, das dahinter steht, ziehen auch den Leser in ihren Bann.
Der Fall, in dem Caffery diesmal ermittelt, ist perfide und erschreckend und lässt erst allmählich die finsteren Abgründe, die dahinter lauern, erahnen. Mo Hayder ist eine echte Meisterin ihres Fachs, sie wiegt den Leser zunächst in Sicherheit und macht ihm zugleich deutlich, dass er nur die Spitze des Eisbergs sieht. Erst viel zu spät erkennt man, dass man sich gemeinsam mit Jack Caffery und seinem Team komplett auf dem Holzweg befindet und sämtliche Hinweise falsch gedeutet hat. Die Auflösung dieses Falls lässt für den Thriller-Leser keine Wünsche offen – hier stimmt bis zum letzten Detail einfach alles.
„Verderbnis“ verspricht Hochspannung und einen spektakulären Fall, den man so schnell nicht wieder vergessen wird.
Wissenswertes
Jack Caffery ermittelt in folgenden Fällen:
Der Vogelmann
Die Behandlung
Ritualmord
Haut
Verderbnis
