Das Rätsel

State of Mind

Das Rätsel

Autor John Katzenbach Genre Thriller
Verlag Knaur
ISBN 978-3-426-63758-6
Übersetzung Anke Kreutzer Erscheinungsdatum (D) 01.01.08   
Erschienen 1997  Seiten 680

Inhalt

Jeffrey Clayton ist Psychologieprofessor und auf das Profiling von Serienkillern spezialisiert, was ihm den zweifelhaften Spitznamen Professor Tod eingebracht hat. Gegen seinen Willen wird Jeffrey eines Tages von der Staatssicherheit rekrutiert. Er soll den grausamen Mord an einer jungen Frau aufklären, eine äußerst delikate Angelegenheit, wie sich bald herausstellt, denn der Mord ist an einem Ort passiert, an dem eigentlich keine Verbrechen geschehen dürften: Es handelt sich um ein Territorium, das sich im Wettbewerb um den 51. Bundesstaat der USA befindet. Dieser 51. Bundesstaat in spe macht vollmundig Werbung dafür, dass seine wohlhabenden Bewohner sich hier absolut sicher fühlen dürfen, weil die komplette Überwachung stattfindet, die Verbrechen unmöglich machen soll. Der Mord an einer jungen Frau steht im kompletten Widerspruch zu diesen Versprechungen.
Der Grund, warum ausgerechnet Jeffrey auf den Mörder angesetzt wird, ist ein denkbar einfacher: Die Staatssicherheit vermutet, dass er in äußerst enger Verbindung zum Killer steht – angeblich soll er Jeffreys verstorben geglaubter Vater sein…

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 2 von 5 Bs In „Das Rätsel“ erzählt John Katzenbach eine Geschichte, die von der ersten Seite an unglaublich konstruiert und an den Haaren herbeigezogen wirkt. Weder mit seiner Figurenzeichnung noch mit der Beschreibung eines totalen Überwachungsstaates kann der Autor restlos überzeugen, was zur Folge hat, dass sich der Plot mehr oder weniger beschwerlich dahinschleppt. Weder Jeffrey Clayton noch dessen Schwester Susan sind Charaktere, die lebensnah oder echt wirken und auch sämtliche anderen Figuren bleiben blass und oberflächlich. Auch wenn die Idee, dass Bruder und Schwester gleichzeitig zu Jägern und Gejagten ihres mordenden Vaters werden, faszinierend ist, gelingt es Katzenbach nicht, diese Idee überzeugend und vor allem spannend umzusetzen.

Vor allem Spannung und Nervenkitzel sind es, die dieser Thriller nur allzu schmerzlich vermissen lässt. Insgesamt ist die Geschichte so vorhersehbar und hölzern inszeniert, dass man den Showdown nur noch mit einem müden Gähnen zur Kenntnis nimmt. Hinzu kommt noch, dass dieser Thriller über jede Menge unnötige Längen verfügt, die eine zögerlich entstehende Spannung wieder im Keim ersticken.
„Das Rätsel“ ist ein Thriller, dem man eine klug erdachte Grundidee nicht absprechen kann, der aber insgesamt nicht zu überzeugen weiß.

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