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Kommende Buchkritiken
Heldenwinter
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Autor
Jonas Wolf
Genre Fantasy
Verlag Piper ISBN 978-3492267199 Erscheinungsdatum (D) 01.02.12 Seiten 507 |
Inhalt
Namakan ist ein Findelkind. Dennoch lebt der Halbling auf den Immergrünen Almen ein glückliches Leben, hat er in dem Schmied Dalarr und seiner Frau Lodaja doch neue Eltern gefunden und in dem bunten Haufen an aufgenommen Kindern Geschwister. Doch die Idylle wird jäh zerstört, als Namankan nach einem Ausflug mit seinem Ziehvater und Lehrmeister nach Hause zurückkehrt und Lodaja und seine Geschwister ermordet auffindet. Der grausige Arm des Krieges hat die friedlichen Almen erreicht. Bald erfahren Namakan und Dalarr, dass der unheimliche Krieger in Weiß für das Massaker verantwortlich ist. Wie sein Herr, der größenwahnsinnige König Arvid, giert der Krieger nach Macht und macht auch vor der Ermordung Unschuldiger nicht halt. Im Gegensatz zu dem naiven Namakan scheint Dalarr genau zu wissen, was den Krieger in Weiß auf die Almen geführt hat. Er schwört bittere Rache. Zusammen mit seinem Ziehsohn zieht er aus und bald erkennt Namankan, dass Dalarr all die Jahre ein finsteres Geheimnis gehütet hat, das ihn auf geheimnisvolle Weise mit dem Krieger in Weiß verbindet. Für den jungen Halbling wird die Reise zum größten Abenteuer seines Lebens, denn bald erkennt er, dass das Schicksal der Welt in ihren Händen liegt.
Buchkritik von Melanie Frommholz
Mit „Heldenwinter“ hat der deutsche Autor Jonas Wolf ein solides Stück klassische Fantasy abgeliefert. Das Buch vereint viele Elemente bekannter Genre-Vertreter, aber auch Anleihen bei historischen Stoffen, wie der Geschichte von Dschingis Khan, laufen dem Leser über den Weg. Vieles kommt einem hier bekannt vor. Dennoch gelingt es Wolf, die Ideen anderer gut zu bündeln und eine kurzweilige und abwechslungsreiche Handlung daraus zu schmieden, der man gerne folgt. Jonas Wolf hat „Heldenwinter“ mit einer Fülle von Details gespickt, die seiner Geschichte jene Tiefe verleihen sollen, die eine gute Fantasy-Geschichte braucht, um gänzlich zu fesseln. Das gesteckte Ziel erreicht der Autor nur bedingt. Es passiert zwar viel in „Heldenwinter“, doch Wolf hakt die Ereignisse mehr ab, als dass er es schafft, durchgängig eine atmosphärische Spannung zu erzeugen. Hinzukommt, dass man mehr und mehr die sprachliche Eleganz vermisst, die andere Vertreter der epischen Fantasy auszeichnet.
Aus dem bunten Strauß an Hauptfiguren sticht besonders Dalarr att Sittur hervor. Der grimmige Kämpfer ist Wolf wirklich gut gelungen. Er ist die spannendste, faszinierendste und auch facettenreichste Figur seiner Gemeinschaft, die sich im Laufe von „Heldenwinter“ zusammenfindet. Bei den übrigen Charakteren bleibt der Autor jedoch oberflächlich. Sie entwickeln sich leider kaum. Enttäuscht werden insbesondere jene sein, die aufgrund des Klappentextes eine Geschichte über Halblinge erwartet hatten. Das kleine Volk spielt eigentlich keine Rolle und Halbling Namakan ist dann auch, bis auf die Entwicklung am Ende, eher langweilig geraten.
Jonas Wolf hat mit „Heldenwinter“ eine bunte Welt geschaffen, die ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Genre-Elementen bietet. Der Autor lebt jedoch noch zu sehr von den Ideen anderer und bewegt sich bislang noch nicht mit der nötigen Selbstverständlichkeit in seiner Welt. „Heldenwinter“ wird so zwar eine solide aber vergleichsweise auch austauschbare Geschichte.
Wissenswertes
Jonas Wolf ist ein Pseudonym. Der Autor hat unter anderem Namen bereits mehrere Bücher veröffentlicht. „Heldenwinter“ ist das Debüt unter diesem Namen.
Die Reihe umfasst folgende Bände:
Heldenwinter
Heldenzorn
