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Der letzte Engel
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Autor
Zoran Drvenkar
Genre Jugendbuch
Verlag cbj ISBN 978-3-570-15459-5 Erscheinungsdatum (D) 01.10.12 Seiten 430 |
Inhalt
Motte ist 16 Jahre alt und hat die typischen Probleme eines Heranwachsenden. Mit seinem Vater hat er ein normales, wenn auch manchmal kühles Verhältnis, seine Mutter hat ihn verlassen, da war Motte noch ein Kind. Nur auf Lars, seinen besten Freund, konnte er sich immer verlassen. Umso seltsamer ist es, als er eines Abends eine anonyme Email mit folgendem Inhalt erhält:
"sorry für die schlechte nachricht
aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein
wir wollten nur, dass du das weißt"
Er kann sich schon denken, wer für diesen dummen Scherz verantwortlich ist und so antwortet er auch dementsprechend. Dumm nur, dass Motte am nächsten Tag wirklich tot ist, seinen eigenen Körper leblos im Bett liegen sieht und ihm nun zwei Flügel auf dem Rücken gewachsen sind. Was geht hier vor? Es dauert nicht lange und Motte weiß viel zu genau, um was es sich handelt...
Buchkritik von Thomas Ays
Dass Zoran Drvenkar ein eindrucksvoller Schriftsteller ist, wissen seine Fans schon lange. Diejenigen, die bisher nicht in den Genuss eines Buches dieses Autors kamen, sollten mit "Der letzte Engel" starten. Hier zeigt sich nämlich, wo die Stärken des Geschichtenerzählers liegen.“ „Der letzte Engel“ ist eigentlich eines von diesen Geheimprojekten", erzählt Zoran Drvenkar auf seiner Internetseite (www.drvenkar.de) und weiter "...die lange in der Schublade liegen und vor sich hinschlummern. Man will sie nicht wachküssen, weil man befürchtet, einen stürmische Liebesaffäre auszulösen, bei der man nie weiß, ob sie nicht mit einem Eispick im Herzen oder mit sechs Kindern im Haus endet. Bisher bin ich dem Eispick ausgewichen und Kinder gibt es auch keine, aber es wird mehr als ein Band werden, was an der Geschichte liegt, die mich so sehr mitgerissen hat, dass ich zwischendurch mit dem Kopf in den Händen dasaß und mich fragte: Was tust du nur, Zoran, was tust du nur?!" Ja, was tut er nur? Was tut er nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Lesern an? Ganz einfach: Zoran Drvenkar erzählt eine starke und vielschichtige Geschichte, die einfach erzählt werden muss. Dabei blickt die Handlung in keine große Zeitspanne, sondern beschreibt rund um ein Ereignis alle Geschehnisse ganz unterschiedlicher Figuren im 360-Grad-Stil. Ein Rundumschlag, wenn man so will, und das auf ganz unterschiedliche Weise.
Motte ist das eigentliche Zentrum der Geschichte und doch hat er wenige Kapitel, in denen er wirklich vorkommt. Dabei bildet er und sein bester Freund Lars die kurzweiligsten Stationen im Buch. Herrlich komisch und unterhaltend nehmen sie den Leser für sich ein und lassen ihn oft laut auflachen. Doch auch die vielen anderen Figuren zeigen, zu welchen Leistungen dieser Autor fähig ist.
Zoran Drvenkar erzählt aus der Vergangenheit, streift die Brüder Grimm und zwei alte Gräfinnen, einen Attentäter mitsamt seinen Gefolgsleuten, einen Engel, ein kleines Mädchen, einen Archivar. Das klingt viel? Es ist viel. Ein Buch mit 430 Seiten, auf denen immer etwas geschieht. Das fesselt in manchen Sequenzen mal mehr, mal weniger stark, die Quintessenz bleibt: "Der letzte Engel" ist ein fantastisch geschriebenes und unglaublich dichtes Buch, das fasziniert und den Leser unweigerlich in seinen Bann zieht. Und in diesem Fall ist es sogar ein geradezu befriedigendes Erlebnis, wenn man am Ende den Satz liest: "Ende vom ersten Buch". Die Reise kann weitergehen, die Tür ist geöffnet und wir haben Blut geleckt.
Wissenswertes
"Der letzte Engel" ist das erste Buch einer Reihe von Bestseller-Autor Zoran Drvenkar.
