Das gefrorene Lachen

Das gefrorene Lachen

Autor Susanne Gerdom Genre Jugendbuch
Verlag Ueberreuter
ISBN 978-3-8000-5636-1
Erscheinungsdatum (D) 01.07.11   Seiten 415

Inhalt

Das Gemurmel auf den Rängen legt sich, das Licht geht aus und der Vorhang erhebt sich: Willkommen in der Welt des Theaters, in der die junge und mutige Pippa ein großes Abenteuer bestehen muss.

Seit sie denken kann, ist die bunte Theatertruppe ihr Zuhause. Unter Leitung des Prinzipals reisen sie von Ort zu Ort. Der unerbittliche Weißclown und sein armer Lehrling August, die Jongleure, die Artisten, der starke, stumme Koch, der von allen ’Zarter Blütenzauber’ genannt wird und heimlich Poesie schreibt, und der düstere Zauberer - ihr Vater - und sie, Pippa, die Assistentin mit den safranroten Haaren. Pippa liebt den Geruch, die Geräusche und die glücklichen Kinderaugen. Doch tief in ihrem Innern gibt es ein Echo einer anderen Wirklichkeit. Einer Wirklichkeit in der ihr Vater sie liebt und sie nicht in einem engen Wohnwagen in einer Hängematte schläft. In der der Weißclown August nicht schlägt und sie alle glücklich sind. War das Theater tatsächlich schon immer Pippas Heimat? Zusammen mit August macht sie sich auf die gefährliche Suche nach der Wahrheit hinter den Kulissen und stößt dabei auf einen erstaunlichen Zauber.

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 5 von 5 Bs Nach „Der Nebelkönig“ ist der deutschen Autorin Susanne Gerdom mit „Das gefrorene Lachen“ erneut ein ganz wundervolles Jugendbuch gelungen, das dazu einlädt, sich ganz in seiner magischen Atmosphäre zu verlieren. Denn Atmosphäre hat dieses Buch ab der ersten Seite. Die märchenhafte Geschichte von der mutigen Pippa nimmt einen mit den ersten Zeilen gefangen und macht neugierig auf die kommenden Ereignisse. Genau wie in einem guten Theaterstück ist hier alles möglich und fügt sich letztlich stimmig in einander. Es gibt ungeduldig Erwartetes, Unvorhergesehenes und Amüsantes. „Das gefrorene Lachen“ lebt dabei von einer großen Ideenvielfalt, dem Spiel zwischen Sein und Schein und farbigen Figuren, die dank Susanne Gerdoms lebendigem Erzählstil bald vor unseren Augen erscheinen. Das Böse ist Böse und das Gute ist Gut und dann doch auch wieder nicht. Die Autorin hält ihre Charaktere, trotz dem dass man oft um ihre Rolle in der Geschichte weiß, mit wenigen Strichen interessant. Sie bewegt sich dabei mit großer Sicherheit und sprachlicher Gewandtheit durch ihre verzauberte Welt und mischt verklärte Theaterromantik mit der rauen Wirklichkeit und einem großen Schuss Märchen zu einem verrückten Abenteuer. Applaus!

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