Liebe am Ende der Welt

Spinners

Liebe am Ende der Welt

Autor Anthony McCarten Genre Roman
Verlag Diogenes
ISBN 978-3-257-06764-4
Übersetzung Manfred Allié Erscheinungsdatum (D) 23.08.11   
Erschienen 1999  Seiten 368

Inhalt

Die Bewohner des kleinen Provinzstädtchens Opunake fallen aus allen Wolken, als die gerade mal 16jährige Delia Chapman behauptet, ein Raumschiff gesehen zu haben. Es wird jedoch noch bunter, denn Delia ist nicht nur der felsenfesten Überzeugung, eine Begegnung mit den Menschen aus dem All gehabt zu haben, sondern auch, dass sie mit einem der Aliens Sex hatte. Und tatsächlich: Delia ist schwanger und das, obwohl sie ja noch Jungfrau ist. Als schließlich auch noch ein zweites und dann ein drittes Mädchen behauptet, sie sei von Aliens geschwängert worden, gerät die Provinzstadt in den Fokus der Öffentlichkeit. Ein schmieriger Reporter hat sich inmitten der Stadt niedergelassen und berichtet fleißig von dem ebenso skandalösen wie mysteriösen Vorgehen. Delia wird dabei immer mehr zum Opfer, was vor allem das Herz des neuen Bibliothekars Phillip erwärmt. Galt seine Liebe bislang nur den Büchern, hat er es sich nun zur Aufgabe gemacht, Delia in dieser schweren Zeit beizustehen…

Buchkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Bs Über zehn Jahre hat es gedauert, bis uns mit „Liebe am Ende der Welt“ der Debütroman von Anthony McCarten ins Deutsche übersetzt wurde. In seinem Heimatland und in Großbritannien schon seit Längerem ein gefeierter Schriftsteller, kann der Neuseeländer spätestens seit 2007 und der Veröffentlichung des Romans „Superhero“ auch im deutschsprachigen Raum auf eine große Fangemeinde blicken - die mit jeder weiteren Veröffentlichung noch größer wurde. Warum die Übersetzung des Erstlingsromans so lange dauert, war daher ein Rätsel – das nun auch nach der Lektüre nicht wirklich gelüftet werden kann.

Auch in „Liebe am Ende der Welt“ glänzt Anthony McCarten als einer der außergewöhnlichsten Erzähler unserer Zeit. Die Grundidee der Geschichte, die er uns präsentiert, könnte absurder und unfassbarer kaum sein. McCarten leitet den Leser mit seinen Worten jedoch so geschickt, dass man sich irgendwann dabei ertappt, selbst das Unmöglichste für absolut möglich zu halten. McCarten hat seine Handlung, vor allem aber seine Figuren, zu jeder Zeit im Griff. Er kennt ihre Eigenschaften und Macken und weiß mit diesen umzugehen. Immer wieder sorgt er damit nicht nur für Staunen, sondern vor allem für große Verblüffung.

Es die skandalöse und zugleich so lebensnahe Geschichte, die fesselt – und es ist das unglaubliche Erzähltalent McCartens, das fasziniert und das „Liebe am Ende der Welt“ letztlich zu einem Muss für alle Liebhaber guter Literatur werden lässt.

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