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Kommende Buchkritiken
Das Portal der Dämonen
The Gates
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Autor
John Connolly
Genre Jugendbuch
Verlag cbj ISBN 978-3-570-13991-2 Übersetzung Petra Koop-Pawis Erscheinungsdatum (D) 22.08.11 Erschienen 2009 Seiten 317 |
Inhalt
Der elfjährige Samuel traut seinen Augen nicht, als er durch das Kellerfenster seiner Nachbarn mit der Hausnummer 666, dem älteren Ehepaar Mr. und Mrs. Abernathy, eine seltsame Beobachtung macht. Offenbar hat das Pärchen gemeinsam mit seinen zwei Freunden ein Art Geisterbeschwörung durchgeführt und dabei ein Tor geöffnet. Durch die wurden die vier in Kutten gehüllten Gestalten gezogen und sind sofort danach wieder zurückgekehrt - nur ist nichts Menschliches mehr an ihnen. Samuel bekommt es mit der Angst zu tun und rennt nach Hause zu seinem Babysitter. Einen Tag später berichtet er alles seiner Mutter, die ihm natürlich nichts von einem Höllenportal glaubt, schließlich hat der Junge schon immer eine lebhafte Fantasie gehabt. Doch Samuel nicht zu glauben ist in der Tat noch schlimmer, als es zu tun und so nimmt das höllische Abenteuer seinen Lauf...
Buchkritik von Thomas Ays
Eoin Colfer, der erfolgreiche Autor der „Artemis Fowl“-Abenteuer wird auf dem Cover zu „Das Portal der Dämonen“ mit den Worten zitiert: „Brillant. Ich habe jede Zeile geliebt. Entzückend gruselig und urkomisch.“ Gut, offenbar mochte Mr. Colfer den ersten Jugendbuchausflug des erfolgreichen Autors John Connolly, der durch seine „Charlie Parker“-Thrillerreihe sehr erfolgreich unterwegs ist. Doch ob Autorenkollegen dieses Fantasyabenteuer nun mögen oder nicht, es ist nichts wahr an der Aussage von Colfer. Weder ist dieses Buch brillant, noch entzückend gruselig, noch etwa urkomisch. Ganz im Gegenteil. Die Geschichte, unterteilt in einen Erzählstrang über Wissenschaftler, den Jungen Samuel, den Dämon Nurd und den Abernathys, die langsam aber sicher verfaulen, kann an wenigen Stellen wirklich fesseln und ist immer bemüht lustig, ohne es wirklich zu sein.
Zwar sind einige Kapitel dieses apokalyptischen Abenteuers durchaus als gelungen zu bezeichnen, und auch die Idee der Geschichte ist nicht schlecht, neu oder gar brillant ist „Das Portal der Dämonen“ bei weitem nicht. Auf dem Buchrücken wird dieses Buch mit „Bartimäus“ verglichen, was so weit hergeholt nicht ist. Nur schafft es Connolly oder vielleicht die deutsche Übersetzung nicht einmal ansatzweise, derart urkomisch zu sein, wie es nötig gewesen wäre. Auch die wissenschaftlichen Abhandlungen in Form von Fußnoten ermüden eher, als zu unterhalten.
„Das Portal der Dämonen“ ist somit ein durchschnittlicher erster Teil einer neuen Jugendfantasybuchreihe geworden, der nicht oft überrascht, wenig fesselt und der nicht so urkomisch ist, wie er gerne wäre.
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
Ida schreibt am 30.08.11, 21:32
Endlich eine Rezension, die mir zustimmt. Auf der Suche nach 'Leidensgenossen' bin ich schon schier verzweifelt und habe begonnen, an meiner Buchwahrnehmung zu zweifeln.....
Krabat schreibt am 01.05.12, 21:44
Also mein 11jähriger Sohn war begeistert und ich bin jetzt auf der Suche nach mehr ... Pratchett ist ihm noch zu anspruchsvoll und Dämonenhatz ... da versucht er sich gerade ... also wenn ihr noch Tipps habt, dann immer her damit
